Kategorie-Archive: Vögel

Kraniche im November!

Kreisende Kraniche bei Ruit im November 2016
Kreisende Kraniche bei Ruit im November 2016

Ein nicht alltägliches Naturschauspiel konnte man heute beim Brettener Ortsteil Ruit beobachten.
Dort kreisten 46 Kraniche mehrmals in großer Höhe, um dann in der für diese Vögel typischen V- Formation in Richtung Südwesten weiterzufliegen. Über Frankreich ziehen diese stattlichen Vögel dann nach Spanien oder Marokko, um dort den Winter zu verbringen.

Steckbrief : Kolkrabe Corvus corax

Dieser, zu den Rabenvögeln gehörende größte Singvogel, ist jetzt auch wieder in den Wäldern rund um Bretten heimisch geworden. Sogar im Siedlungsbereich ist er regelmäßig auf Straßenlaternen anzutreffen (siehe Foto). An seinem keilförmigen Schwanz ist er im Flug gut erkennbar. Seine „krok-krok“-Rufe hört man schon von Weitem.

http://www.bund.net/service/tipps_zur_naturbeobachtung/tipps_2014/juni/

Steckbrief: Die Wasseramsel (Cinclus cinclus)

Wasseramsel
Wasseramsel

Dieser Vogel aus der Familie der Wasseramseln (Cinclidae) kann bis zu 18 cm groß werden. Seine Gestalt mit dem kurzen Schwänzchen ähnelt einem Zaunkönig. Die Grundfärbung ist schwärzlich mit einem auffälligen weißen Brustfleck. Dieser Vogel schwimmt oder taucht zur Nahrungssuche unter Wasser. Das kugelförmige Nest wird unter Brücken oder hinter Wasserfällen gebaut. Der über fast ganz Europa verbreitete Vogel kann auch an Brettener Gewässern angetroffen werden.

Aktuell: Ziehende Kraniche über Bretten

Am 2. Dezember 2014 konnten am Nordrand der Brettener Kernstadt, kurz vor 13 Uhr, ziehende Kraniche (Grus grus) beobachtet werden. Gleich 36 dieser großen Zugvögel flogen laut rufend von Nordosten in Richtung Bretten. Etwa 300.000 Kraniche sind jedes Jahr auf dem westeuropäischen Zugweg in Richtung Spanien und Frankreich unterwegs. Von ihren Brutgebieten im Nordosten Europas ziehen sie jeden Herbst in wärmere Gebiete.

Steckbrief: Ringeltaube (Columba palumbus)

Ringeltaube
Ringeltaube

Diese Vogelart gehört zur Familie der Tauben (Columbidae).
Ihr Federkleid ist oberseits graublau mit hellen Halsflecken. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper ziemlich klein. Diese größte aller heimischen Taubenarten ist weit verbreitet und zum Kulturfolger geworden. Lebte sie noch vor wenigen Jahrzehnten hauptsächlich in der freien Feldflur, so ist sie heute immer häufiger im Siedlungsbereich wie zum Beispiel in den Brettener Parkanlagen anzutreffen. Ihr Bestand ist zur Zeit nicht gefährdet.

Neonicotinoide

Studie aus den Niederlanden hat nachgewiesen: Pestizide sind schuld am Vogelschwund!
Neonicotinoide machen Bienen orientierungslos. Sie finden nicht mehr heim und sterben. Jetzt hat man festgestellt, dass dort wo diese Umweltgifte eingesetzt wurden, die Vogelbestände zurückgegangen sind, weil die Beutetiere der Vögel vergiftet wurden.

Links:
Pestizide sind schuld am Vogelschwund
Pestizid-Einsatz soll Vogelschwund bewirken
Declines in insectivorous birds are associated with high neonicotinoid concentrations

Rotmilan-Schutzprojekt soll Lebensräume sichern

Rotmilan by Hansueli Krapf,  via Wikimedia Commons
Rotmilan by Hansueli Krapf,
via Wikimedia Commons
Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit dem Bundesamt für Naturschutz

Mehr als die Hälfte aller weltweit vorkommenden Rotmilane brüten in Deutschland. Der Bestand geht jedoch seit Jahren zurück. Ein neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt soll durch praktische Maßnahmen und Beratung der Landwirtschaft die Brut- und Lebensbedingungen für die Greifvogelart verbessern.

„Bis 2020 soll die Population des Rotmilans wieder deutlich ansteigen. Dafür müssen wir ihm vor allem bessere Lebensbedingungen in der Agrarlandschaft bieten. Das neue Rotmilan-Projekt zielt daher auf Veränderungen bei der Förderung der Landwirtschaft ab. Die Landschaft soll wieder rotmilanfreundlicher werden. Das wird am Ende nicht nur den Greifvögeln helfen, sondern auch vielen anderen bedrohten Arten“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, bei der offiziellen Auftaktveranstaltung des Projekts in Magdeburg.

„Der Rotmilan ist eine rein europäische Art. Die hohe Brutvogelanzahl in Deutschland bedeutet eine besondere Verantwortung unseres Landes für deren Schutz und Förderung. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die entsprechenden ökologischen Strukturen erhalten bleiben, um auch den Rotmilan erhalten zu können“, sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel.
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Elektrosmog stört Orientierung von Zugvögeln

Rotkehlchen
Rotkehlchen
©Francis C.Franklin

Erstmals konnte nun ein Forscherteam um den Oldenburger Biologen Prof. Dr. Henrik Mouritsen nachweisen: Der Magnetkompass von Rotkehlchen versagt komplett, sobald elektromagnetische Störungen im Mittelwellenbereich auf die Vögel einwirken.
Elektrosmog hat unterhalb bestimmter Grenzwerte keine Auswirkungen auf biologische Prozesse oder gar auf die menschliche Gesundheit – das galt bisher als Stand der Wissenschaft. Erstmals konnte nun ein Forscherteam um Prof. Dr. Henrik Mouritsen, Biologe und Lichtenberg-Professor an der Universität Oldenburg, nachweisen: Der Magnetkompass von Rotkehlchen versagt komplett, sobald elektromagnetische Störungen im Mittelwellenbereich auf die Vögel einwirken – selbst wenn die Signale nur ein Tausendstel des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als unbedenklich eingestuften Grenzwerts betragen. Zur Veröffentlichung der Universität Oldenburg

Steckbrief: Der Mauersegler (Apus apus)

Jetzt sind sie wieder aus ihrem Winterquartier südlich des Äquators zurück. Über den Dächern von Bretten hört man jetzt bis Mitte August das laute „Srii , Srii “ dieser schwalbenähnlichen Zugvögel.
Mit langen, sichelförmig gebogenen Flügeln und kurzem, gegabeltem Schwanz, sausen diese Vögel laut kreischend mit bis zu 200 km/h durch die Luft. Mit Ausnahme der Brutzeit verbringen sie ihr Leben in der Luft. Sie schlafen sogar während des Fluges. Mauersegler brüten bevorzugt in hohen Gebäuden. Dort nützen sie Hohlräume unter Dächern oder Rolladenkästen. Die Nahrung, die sie im Flug erbeuten, besteht aus in der Luft schwebenden und fliegenden Spinnen und Insekten (Luftplankton).

Bei kaltem und regnerischem Wetter herrscht Nahrungsmangel. Damit die Nestlinge nicht verhungern, senken diese ihre Körpertemperatur, Herzschlag und Atmung werden langsamer. So können sie bis zu zwei Wochen ohne Nahrung auskommen. Schon Mitte August ziehen die Jungvögel mit Ihren Eltern ins ferne Afrika.
Weitere Informationen bei der Deutschen Gesellschaft für Mauersegler e.V.

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