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Die faszinierende Welt der Bodentiere

BUND-Vortrag am Dienstag, den 22. Januar.
Gartenbesitzer freuen sich über reiche Ernten, die sie dank eines humusreichen Bodens erzielen. Aus Unkenntnis wird Boden leider noch oft als „Dreck“ bezeichnet. Dabei ist der Boden unter unseren Wäldern, Wiesen, Feldern und Gärten ein Lebensraum mit einer großen Artenfülle.

Unter unseren Füßen lebt eine verborgene Tierwelt von Regenwürmern, Asseln, Tausend-füßlern, Pseudoskorpionen, Insektenlarven und Winzlingen wie Milben und Spring-schwänzen. Diese Lebensgemeinschaft ist ein perfekter „Recyclingbetrieb“, der Pflanzen-abfälle in Humus verwandelt. Dieser erhöht die Bodenfruchtbarkeit, bildet eine gute Bodengare, sorgt für die Durchlüftung und Lockerung des Bodens und beugt so der Bodenerosion vor. Bodentiere sind die Grundlage für reiche Ernten und sichern uns damit unser tägliches Brot. Allerdings werden weltweit stündlich viele Quadratkilometer wertvoller Böden vernichtet, wodurch die Welternährung immer schwieriger wird und die Biodiversität mehr und mehr abnimmt. Hier müsste schnellstens ein Umdenken hin zur Nachhaltigkeit erfolgen!

Mit faszinierenden Makroaufnahmen nimmt der Referent Gerhard Dittes seine Zuschauer mit auf eine Bilderreise in die unbekannte und immer im Dunkeln liegende Welt der Bodentiere.

Der Vortrag findet am Dienstag, den 22. Januar 2019 um 19:30 Uhr im Vortragssaal der Volkshochschule Bretten Melanchthonstraße 3 statt. Der Eintritt ist frei.

Klimawandel im Kraichgau, Teil 8

Feigenkatus blüht im Kraichgau

Die Wanderer staunten : da wächst ja ein Kaktus aus der Fuge einer Trockenmauer! Tatsächlich, in den sonnenverwöhnten Weinbergen im Brettener Umland gedeiht der Feigenkaktus (Opuntia). Seine Sprosse sind scheibenförmig rund bis oval. Sie übernehmen die Funktion der Blätter, die zu Dornen umgewandelt sind.

Diese stachelige Pflanze stammt ursprünglich aus Amerika und gedeiht rund um das Mittelmeer an trockenen und heißen Standorten. Dort kann sie selbst auf kargen Böden eine Höhe bis zu sechs Meter erreichen, wobei sie meist undurchdringliche Bestände bildet.

Bei unserem Klima bleibt diese Pflanze allerdings klein und wird erst dann beachtet, wenn sie ihre leuchtend gelben Blüten entfaltet, um Insekten, wie Bienen und Käfer, anzulocken.
Die saftigen Früchte, Kaktusfeigen genannt, sind leuchtend gelb bis rot gefärbt und schmecken süß. Ihr Geschmack erinnert an die allseits bekannten Essfeigen.

Da sich der Feigenkaktus wegen des Klimawandels weiter ausbreiten wird, bittet der BUND Bretten um Fundmeldungen wildwachsender Exemplare unter Kontakt mit der BUND-Ortsgruppe Bretten

Wildbiene des Jahres 2019 : Die Blauschillernde Sandbiene Andrena agilissima

Blauschillernde Sandbiene
Mit ihrer Körperlänge bis zu 15 Millimeter, Hinterleib und Flügel bläulich schimmernd sowie weißen Haarbüscheln am Körper, ist diese Wildbiene ein auffälliger Blütenbesucher. Nach dem Besuch des blühenden Ackersenfs, trägt sie an ihren Hinterbeinen den leuchtend gelben Blütenstaub. In Bretten und Umgebung kann man diese Wildbiene in der Feldflur und gelegentlich auch in Hausgärten von Mitte Mai bis Anfang Juli antreffen. Die Nester werden an Böschungen oder zu ebener Erde in Sand- oder Lössböden angelegt. Dazu graben manchmal mehrere hundert Weibchen gleichzeitig Gänge in den Boden. Die Brutkammern in der Tiefe werden dann mit einer Mischung aus Blütenstaub und Nektar gefüllt und ein Ei dazu gelegt. Die ausschlüpfende Larve verzehrt den Futtervorrat und verpuppt sich anschließend. Die Jungtiere überwintern.

Die Männchen sind auffällig schnelle Flieger. Wer sie genauer beobachten will, der muss warten, bis sie sich allerdings, nur für ganz kurze Zeit, auf Blüten niederlassen.

Der Bestand der Blauschillernden Sandbiene, auch Senf-Blauschillersandbiene genannt, ist deutschlandweit gefährdet, in Baden-Württemberg sogar stark gefährdet. Ursache sind der Verlust von Lebensräumen durch Zersiedelung, fehlende Weg- und Feldränder sowie die Intensivierung der Landwirtschaft mit Monokulturen und dem Einsatz von giftigen Pestiziden. Deshalb wurde die Blauschillernde Sandbiene zur Wildbiene des Jahres 2019 gewählt.

Wer diese Wildbiene auf der Brettener Feldflur oder in seinem Garten beim Bau ihrer Bodennester entdeckt, wird gebeten, dies dem BUND zu melden.

Wildbienen steigern Erntemenge und Qualität von Heidelbeeren

Blaubeeren
Marek Silarski [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Eine wissenschaftliche Studie der University of Vermont (USA) hat jetzt gezeigt, dass Wildbienen besonders Hummeln die Qualität von Heidelbeeren (Blaubeeren) steigern können. Die Forscher stellten fest, dass die Größe und Erntemenge dieser Beeren um bis zu 12 Prozent zunahm, wenn die Bestäubung durch Wildbienen erfolgte. Dieses Ergebnis unterstreicht erneut die wirtschaftliche Bedeutung von Wildbienen.

Siehe unter : First study to reveal wild bees’ impacts on blueberry size, quality

Klimawandel im Kraichgau, Teil 7

Der Feigenbaum
Immer häufiger gedeihen in den Hausgärten von Bretten und Umgebung Feigenbäume. Die milden Winter und die heißen Sommer lassen die süßen, wohlschmeckenden Früchte reifen. Man muss nicht mehr ins sonnige Südeuropa fahren, um sie frisch vom Baum genießen zu können.
Der Feigenbaum stammt aus Kleinasien und ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bereits im Alten Testament wird er mehrfach erwähnt. Diese wärmeliebende Kulturpflanze ist rund um das Mittelmeer weit verbreitet.
Die durch den Klimawandel angestiegenen Temperaturen haben nicht nur zur Ausbreitung des Feigenbaums im Kraichgau geführt. So konnten in einem Garten der Brettener Innenstadt im vergangenen Super-Sommer 2018 Feigen von Anfang August bis Ende September geerntet werden. Dabei lieferten große Bäume reichlich Früchte.
Inzwischen gibt es Feigensorten, die winterhart sind und schon im zweiten Jahr Früchte tragen können. Aber Vorsicht! „Die ganze Pflanze enthält einen milchigen Saft, der zu Hautreizungen führen kann“, warnt Matthias Menzel vom BUND Bretten.

Natur leidet unter Trockenheit

BUND Bretten um Lurche besorgt

Nach tagelanger brütender Hitze hatte der Wetterbericht endlich heftige Niederschläge angekündigt. Doch in Bretten blieb es weiterhin trocken. Bestenfalls fielen nur ein paar Tropfen. So ging es den ganzen Sommer über. Abgesehen vom feuchten Januar blieben die Niederschläge Monat für Monat unter den langjährigen Mittelwerten. Die Folgen des fehlenden Regens in Verbindung mit der hohen Verdunstung durch die lang anhaltende Hitze, sind nicht zu übersehen. So haben sich einst saftig grüne Rasenflächen ohne Bewässerung braun verfärbt. Auf den Feldern litten die Kulturpflanzen unter der nicht enden wollenden Trockenheit. Die Blätter der Rüben sind zum Teil verwelkt und verdorrt.

Auch auf manche Quellen hat sich die Trockenheit negativ ausgewirkt. Das Weckerlesbrünnle zwischen Bretten und Diedelsheim gibt seit Wochen keinen Tropfen Wasser mehr. Bäche sind zu Rinnsalen geworden, wie man zum Beispiel am äußerst niedrigen Wasserstand des Saalbaches, der durch die Brettener Innenstadt fließt, erkennen kann.
Matthias Menzel vom BUND Bretten weist darauf hin, dass für Amphibien wie Frösche, Kröten und Molche, deren Bestand schon seit vielen Jahren gefährdet ist, austrocknende Laichgewässer zur tödlichen Gefahr werden können. „Manche Naturtümpel sind inzwischen ohne Wasser und ihr Untergrund zeigt tiefe Trockenrisse“, berichtet Gertraud Steinbach vom BUND und hofft auf ausgiebigen Winterregen, damit im Frühjahr die Kinderstuben der Lurche mit genügend Wasser gefüllt sind.

Müllkippe und Sumpfbiber

Ölfass im Saalbach
Gewässerschau am Saalbach

Als Träger der „Unterhaltungslast für die Gewässer II. Ordnung“ führte die Stadt Bretten kürzlich die gesetzlich vorgeschriebene Gewässerschau entlang der Saalbach durch.
Unter der Federführung des Brettener Amtes für Technik und Umwelt waren Vertreter des Landratsamtes, des Abwasserverbandes, des BUND Bretten sowie Pächter des Fischgewässers, und interessierte Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Bei der vierstündigen Begehung, vom Beginn des Saalbachs an der Withumanlage in Bretten bis zur Gemarkungsgrenze Gondelsheim, konnten gleich mehrere Problemkomplexe festgestellt werden. Zunächst im Bereich Sauberkeit und Pflege des Bachlaufes: So lagen unzählige Getränkeflaschen, Plastikbehälter, Holzpaletten und sogar ein Ölfass im Bachlauf. Umweltfrevler missbrauchen den Saalbach, trotz aller Appelle von Seiten der Stadt, immer noch als Müllkippe.

Gleich an mehreren Stellen behinderten ins Wasser gestürzte Bäume und Steine den ungehinderten Abfluss. Bei Hochwasser kann hier der Bach leichter über die Ufer treten. Im Laufe der Begehung wurde immer wieder der Schutz der Anwohner vor Hochwasser angesprochen. So wird die weiter zunehmende Flächenversiegelung durch Wohn- und Gewerbegebiete im Einzugsgebiet des Saalbachs zusammen mit der begrenzten Aufnahmekapazität der Kanalisation, auch künftig zu weiteren Hochwasserschäden führen.
Das Regenüberlaufbecken beim Rinklinger Hundesportplatz kann nur bis zu 3500 Kubikmeter Schmutzwasser zurückhalten. Aber wenn dessen Kapazitätsgrenzen erreicht sind, ergießt sich die schmutzige Brühe in den Saalbach und lässt diesen über seine Ufer treten.

In diesem Zusammenhang wurden auch die Stauwehre an den ehemaligen Mühlen angesprochen. Zurzeit sind sie geöffnet, um einen ungehinderten Hochwasserabfluss zu gewährleisten. Es ist vorgesehen diese Sperren dauerhaft zu entfernen, um die Durchgängigkeit für Fische zu ermöglichen. Allerdings würden dann die Tiefwasserbereiche durch aufgestautes Wasser als Ruhezonen für Fische entfallen.
Überdies sind an einigen Stellen die Uferböschungen in ihrer Stabilität gefährdet:
Überrascht waren die Teilnehmer über einen quicklebendigen Nutria hinter einem Hausgarten in Rinklingen. Dieser zugewanderte Sumpfbiber legt im Uferbereich unterirdische Bauten an und gefährdet damit die Standfestigkeit der Böschungen. Die Tiere sollten deshalb von den Anwohnern auf keinen Fall gefüttert werden.

Siehe auch: Gewässerschau 2016, Gewässerschau 2014

Klimawandel im Kraichgau, Teil 6

Die Wespenspinne: Schwarz-gelber Insektenfänger

Schon vor hundert Jahre gab es Fundmeldungen aus Berlin. Später tauchte sie vereinzelt in der Oberrheinischen Tiefebene und im Rhein-Main-Gebiet auf. Durch den Klimawandel und vermutlich zusammen mit genetischen Veränderungen, hat sie sich in den letzten Jahrzehnten in Mitteleuropa verbreitet. Auch im Raum Bretten gehört sie längst zur heimischen Tierwelt: Die Wespenspinne auch Zebraspinne genannt. Diese Spinne mit wissenschaftlichem Namen Argiope bruennichi, hat einen auffällig gelb oder fast weiß gefärbten Hinterleib mit schwarzen Querstreifen. Die Weibchen erreichen eine Körperlänge bis zu zweieinhalb Zentimeter. In das große Radnetz, das dicht über dem Boden angelegt wird, ist ein weißen Zickzackband gewebt. Insekten wie Fliegen, Grashüpfer, Schmetterlinge oder gar kräftige Wespen, die sich in ihrem Netz verfangen, werden blitzschnell mit Fäden gefesselt und mit einem Giftbiss getötet. Nach der Paarung mit dem viel kleineren Männchen, baut das Weibchen mehrere ballonförmige Kokons, in die die Eier abgelegt werden. Die im Herbst schlüpfenden Jungspinnen überwintern.
Der Bestand dieser wärmeliebenden Spinne schwankt von Jahr zu Jahr. In Brettener Gärten, Waldrändern oder Brachflächen ist sie deshalb mehr oder weniger oft anzutreffen.

Klimawandel im Kraichgau, Teil 5

Die Streifenwanze Graphosoma lineatum

Sie ist auffällig und unverwechselbar. Die etwa einen Zentimeter große rote Wanze hat auf ihrem Kopf zwei, auf ihrem Halsschild sechs und über dem Hinterleib vier schwarze Längsstreifen. Die Unterseite ist schwarz gefleckt. Auch im Raum Bretten kann man dieses auffällige Insekt vom Frühling bis zum Spätsommer auf den Dolden ihrer Futterpflanzen antreffen, wo sie an den noch unreifen Samen saugen. Da sie kein Blut wie die mit ihnen verwandte Bettwanze mögen, sind sie für uns Menschen völlig ungefährlich.
Nach der Paarung legen die Weibchen im Juni/Juli ihre Eier ab. Die Jungtiere schlüpfen dann einige Wochen später. Die ausgewachsenen Tiere überwintern in der Laubstreu oder in Pflanzenpolstern.
Die Streifenwanze bevorzugt Brachflächen, Wald- und Wiesenränder, ehemalige Weinberge die warm und sonnig sind. Dort wachsen auch ihre bevorzugten Futterpflanzen wie die Wilde Möhre, Pastinake oder Mannstreu. Auch in Gärten mit Dill oder Fenchel kann man der Streifenwanze begegnen.
Die Streifenwanze ist in allen Ländern um das Mittelmeer anzutreffen. Bereits während des letzten Jahrhunderts hat sie sich weit nach Norden, bis nach Südschweden ausgebreitet.Sie profitiert von den höheren Temperaturen des Klimawandels und ist im Kraichgau heimisch geworden.

Ziehende Kraniche über Bretten

Seit einigen Jahren überfliegen Kraniche Bretten, wenn diese auf dem Weg zu ihrem Winterquartier in der spanische Estremadura sind. So waren am Montag, den 5. November 2018 rund hundert dieser Vögel laut rufend in ihrer typischen Flugformation unterwegs.
Wer diese großen Vögel beobachtet hat, der möge dies bitte dem BUND unter Kontakt mitteilen.


Hier Beobachtungen aus den vergangenen Jahren:   Kraniche im November 2016;   Ziehende Kraniche über Bretten 2014

Klimawandel im Kraichgau, Teil 4

Die Große Lehmwespe
„Erst vor wenigen Wochen habe ich die Fassade meines Hauses neu verputzen lassen und seit einigen Tagen klebt ein Lehmbatzen etwa so groß wie eine kleine Kinderfaust an der Hauswand“, schimpft ein sichtlich verärgerter Hausbesitzer aus dem Brettener Umland.
Die „Lausbuben“, die er verdächtigt, müssen gut im Werfen sein, kleben doch diese Erdklumpen meist in großer Höhe an mehrstöckigen Gebäuden und sogar hoch oben am Mauerwerk von Kirchtürmen.
Aber es sind keine Jugendlichen, die aus Übermut mit Lehm geworfen haben, sondern es ist das Werk der Großen Lehmwespe (Delta unguilatus), die ihre Lehmnester an die Hauswände klebt.
In den letzten Jahren habe ich immer mehr dieser Nester in der Brettener Innenstadt und auf den Dörfern im Kraichgau gefunden“, berichtet Gerhard Dittes, der Vorsitzende des BUND Bretten.
Dabei fällt auf, daß sich die knapp zwei Dutzend Nester, die ich entdeckt habe, fast alle auf den Ostseiten der Gebäude befinden.
Aus Lehm, daher der Name „Lehmwespe“, der mit dem Speichel der Wespe vermischt wird, werden kleine Brutzellen getöpfert. Dann fängt die Wespe Raupen, die mit dem Stich ihres Giftstachels gelähmt und in die Zelle gestopft werden. Die Raupen dienen der Wespenlarve als lebender Proviant. Die bis zu einem Dutzend Brutzellen pro Nestanlage werden zur Tarnung komplett mit Lehm überzogen: Der Dreckbatzen ist fertig!
Durch den Speichel als Bindemittel wird das Baumaterial steinhart. Deshalb müssen sich die schlüpfenden Jungwespen im nächsten Jahr mühsam aus ihrer Kinderstube herausnagen.

Die Große Lehmwespe hat sich, begünstigt durch die wärmeren Sommer des Klimawandels, von Südeuropa über die burgundische Pforte und den Oberrheingraben bis in den Kraichgau ausgebreitet. Im Raum Bretten ist sie längst heimisch geworden. Regelmäßig kann man sie beim Blütenbesuch in den Gärten beobachten. Die Weibchen der Großen Lehmwespe, die einer Hornisse ähnlich sehen, können zwar stechen, sie sind aber im Gegensatz zu anderen Wespenarten friedfertig.
Hausbesitzer, die diese Lehmbatzen an ihrer Hauswand dulden, leisten damit einen lobenswerten Beittag zur Artenvielfalt.
Wer Nester entdeckt, wird gebeten, dies dem BUND zu hier melden

Einladung zum Vortrag: Nachhaltigkeit und Biodiversität

Nachhaltigkeit bedeutet, dass wir heute die Ressourcen unseres Planeten so nutzen, dass diese in ihrer Gesamtheit für nachfolgende Generationen auch noch zur Verfügung stehen.
Beispielsweise darf also unsere Forstwirtschaft nur so viel Holz ernten, wie in der gleichen Zeit wieder nachwachsen kann. So bleibt der Wald erhalten. Dies scheint aber nicht für Wälder in den Tropen zu gelten. Sie werden in einem atemberaubenden Tempo gerodet, mit verheerenden Folgen für den Boden, den Wasserhaushalt und das Weltklima. Unzählige Pflanzen- und Tierarten sterben aus, die Artenvielfalt nimmt ab und der Naturhaushalt verliert immer mehr an Stabilität.
Auch bei uns in Europa verschwinden täglich viele Quadrat-kilometer Naturfläche unter Beton und Asphalt. Felder werden zu eintönigen Monokulturen, die mit Tausenden Tonnen giftiger Pestizide besprüht werden. Straßen zerschneiden unsere Landschaften und fordern zahllose Opfer.
Diese Wirtschaftweise ist nicht nachhaltig, weil sie natürliche Ressourcen unwiederbringlich zerstört. Nachfolgenden Generationen stehen diese dann nicht mehr zur Verfügung.
Gerhard Dittes, der Vorsitzende der Ortsgruppe Bretten, zeigt in beeindruckenden Bildern welche ökologische und ökonomische Bedeutung Artenvielfalt für unsere Gesellschaft hat.

Der Vortrag findet am Mittwoch, den 7. November um 19:30 Uhr im Vortragssaal der Volkshochschule Bretten, Melanchthonstraße 3, statt.
Der Eintritt ist frei. Gäste sind herzlich eingeladen.

Unser Rüdtwald-Video

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