Kategorie-Archive: Insekten

Steckbrief: Strauchschrecke Pholidoptera griseoaptera

Strauchschrecke
Strauchschrecke

Die Grundfarbe dieses, zu der Familie der Laubheuschrecken zählende, Insekts ist meist graubraun. Die Stummelflügel sind mit einer Länge von 1-5 mm auffallend kurz. Erwachsene Tiere sind von Juli bis November auf Sträuchern, in Hausgärten und Waldrändern anzutreffen. Neben Pflanzen ernährt sich die weitverbreitete Strauchschrecke auch von Insekten wie Fliegen und Blattläusen. Die erwachsenen Tiere sind tag- und nachtaktiv. Das Gezirpe der Männchen ist auch noch aus zehn Meter Entfernung zu hören.

Steckbrief: Gottesanbeterin (Mantis religiosa)

„Flitterwochen“ bei der Fangschrecke Mantis religiosa (Gottesanbeterin) .
Die BUND-Insektengruppe hat bei einer Exkursion im südlichen Kraichgau gleich drei Paare dieses wärmeliebenden Insekts angetroffen. Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass es im Kraichgau wärmer geworden ist. In der Oberrheinischen Tiefebene ist dieser Zuwanderer bereits weit nach Norden vorgedrungen. Der BUND-Bretten bittet darum, Funde von der Gottesanbeterin zu melden.

Weitere Informationen zu diesem Insekt gibt hier:
http://www.bund-hessen.de/themen_und_projekte/natur_und_artenschutz/natur_erleben/g/gottesanbeterin/

Steckbrief: Ampferspanner (Timandra comae)

Ampferspanner
Ampferspanner

Dieser tagaktive Nachtfalter aus der Familie der Spanner (Geometridae) kann eine Flügelspannweite von bis zu drei Zentimeter erreichen. Seine Flügel sind braunrosa bis graugelb gefärbt mit einem dünnen, rötlichen Streifen der sich quer über die Flügel zieht. Die Raupen, die hauptsächlich an Ampfer- und Knötericharten fressen, bewegen sich spannerartig fort. Sie überwintern und verpuppen sich erst im Frühjahr. Tagsüber sind die Ampferspanner auf Wiesen oder nachts in der Nähe von Straßenlaternen anzutreffen.

 

 

 

Steckbrief: Feldsandläufer (Cicindela campestris)

Feldsandläufer
Feldsandläufer

Dieser meist grün gefärbte, 15 mm große Laufkäfer ernährt sich räuberisch von Insekten. Lange, schlanke Beine ermöglichen ihm eine rasche Fortbewegung. Seine Larve steckt in einer selbst gegrabenen senkrechten Bodenröhre. Spinnen, Insekten und hauptsächlich Ameisen, die sich seiner Wohnröhre nähern, werden überwältigt. Von April bis September sind die Sandlaufkäfer, von denen es in Mitteleuropa ungefähr ein Dutzend Arten gibt, bei sonnigem Wetter aktiv. Als Lebensraum werden Sandgebiete oder Lößböden, wie bei uns im Kraichgau, bevorzugt. Im Raum Bretten ist der Feldsandläufer regelmäßig anzutreffen.

Steckbrief: Gammaeule (Autographa gamma)

Gammaeule
Gammaeule

Das auffälligste Kennzeichen dieses Schmetterlings ist die dem griechischen Buchstaben Gamma ( ɤ ) ähnelnde helle Zeichnung auf den Vorderflügeln. Dieses Insekt zählt zwar zu den Nachtfaltern ist aber auch am Tag aktiv. Nachts fliegt die Gammaeule Lichtquellen wie Straßenlaternen oder hell erleuchtete Fenster an, um sich in deren Nähe nieder zu lassen. Die Gammaeule zählt zu den Wanderfaltern. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Nordafrika bis Grönland. Jedes Jahr fliegen Falter aus dem Süden zu uns. Je nach Zahl der Zuwanderer schwankt die Populationsstärke von Jahr zu Jahr. In manchen Jahren kommt es zu Massenvermehrungen. Dann können die Raupen Schäden an Kulturpflanzen anrichten.

Steckbrief: Hottentottenfliege (Villa hottentota)

Diese Fliege aus der Familie der Wollschweber kann eine Körperlänge von fast zwei Zentimeter erreichen. Auffällig ist die goldgelbe Behaarung des breiten Hinterleibs. An den durchsichtigen Flügeln sind die Flügeladern gut zu erkennen. Der Kopf ist fast kugelförmig. In der warmen Jahreszeit kann man diese Fliege an besonnten Lebensräumen antreffen. Sie ernährt sich von Blütenstaub und Nektar. Ihre Larven leben aber parasitisch. Die Weibchen legen Ihre Eier an Schmetterlingsraupen. Die ausschlüpfenden Larven ernähren sich von den Wirtsraupen. Die Hottentottenfliege ist von Nordafrika bis Mitteleuropa verbreitet.

Steckbrief: Streifenwanze (Graphosoma lineatum)

Streifenwanze
Streifenwanze

Dieses Insekt aus der Familie der Baumwanzen ist unverwechselbar rot gefärbt mit sechs schwarzen Längsstreifen auf der Oberseite. Beine und Fühler dieses 10 Millimeter großen Tieres sind schwarz. Die auffälligen aber harmlosen Streifenwanzen sitzen bevorzugt auf Doldenblütlern und saugen Pflanzensaft (Im Gegensatz zur Bettwanze, die sich vom Blut des Menschen ernährt). Vom Mittelmeerraum ausgehend, hat sie sich in den letzten Jahrzehnten weiter nach Norden ausgebreitet. Im Raum Bretten kann man sie hauptsächlich an sonnigen Wegrändern, Böschungen und Wiesen antreffen.

Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria)

Familie Syrphidae (Schwebfliegen)
Diese bis zu zwei Zentimeter große Schwebfliege ist rotbraun und gelb gefärbt. Dadurch sieht sie einer Hornisse täuschend ähnlich (Mimikry). Von Juli bis September besucht sie Blüten und saugt Nektar wie zum Beispiel am Sommerflieder (Foto). Das Weibchen legt ihre Eier in Wespennester. Die Larven ernähren sich von sterbenden oder toten Insekten und Abfällen (Detritus). Aus den Puppen , die im Boden überwintern, schlüpft im Frühjahr die nächste Generation. Die harmlose Hornissenschwebfliege ist weit über Europa hinaus verbreitet. Bei uns ist sie aber selten anzutreffen.

Käfer-Rarität entdeckt

Großer Goldkäfer
Großer Goldkäfer

Einen sehr seltenen Fund machte kürzlich die Insektengruppe des BUND-Bretten. Auf einer Exkursion im südlichen Kraichgau wurde ein Exemplar des Großen Goldkäfers (Cetonia speciosissima ) entdeckt. Dieser bis zu drei Zentimeter große Käfer glänzt metallisch goldgrün. Beim Fliegen hält er die Deckflügel geschlossen. Die Larven dieses wärme-liebenden Käfers sind auf abgestorbenes Holz angewiesen. Diese vom Aussterben bedrohte Käferart ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt.

Helle Tanzfliege (Empis livida)

Helle Tanzfliege "Empis livida"
Helle Tanzfliege „Empis livida“

Dieses zur Familie der Tanzfliegen (Empidae) zählende Insekt, wird ungefähr zehn Millimeter groß. Auffällig sind der kleine Kopf und der lange Rüssel. Diese Fliege ist an Waldrändern, Wiesen und Schilfgebieten von Mai bis September anzutreffen. Die Helle Tanzfliege besucht Blüten. Ihre Larven erbeuten eiweißreiche Insekten. Bei der Paarung bieten die Männchen ihrer Auserwählten ein erbeutetes Insekt als Brautgeschenk an. Vor der Paarung werden in Schwärmen tanzende Zickzack-Flüge durchgeführt (Name).

Haus-Feldwespe (Polistes dominula)

Feldwespen erkennt man an ihrem spindelförmigen Hinterleib, der nur eine schmale Verbindungsstelle zum Brustabschnitt aufweist. Diese schwarz-gelben Insekten lassen beim Fliegen ihre langen Beine auffällig weit nach unten hängen. Eine überwinternde Königin gründet im Frühjahr eine Nest. Dieses wird aus mit Speichel vermischten, zerkauten Holzfasern gebaut. Die aus bis zu hundert Zellen bestehende einzige Wabe wird mit einem kurzen Stiel an Mauern oder Pflanzenstängeln befestigt. Die offene Wabe ist nicht durch eine Hülle geschützt. Feldwespen ernähren sich bevorzugt von Nektar und Schmetterlingsraupen.

Veränderliche Krabbenspinne Misumena vatia

Spinnen besitzen vier Beinpaare. Bei den Krabbenspinnen (Thomisidae) sind die beiden vorderen Beinpaare deutlich länger und werden, wie bei einer Krabbe, angewinkelt seitwärts gehalten. Ausgewachsene Weibchen können innerhalb weniger Tage ihre Farbe wechseln (weiß, grünlich, gelb). So können diese Spinnen gut getarnt auf Blüten sitzen und auf Beute lauern. Beutetiere werden blitzschnell ergriffen und mit einem Giftbiss in den Nacken getötet. Krabbenspinnen bauen kein Fangnetz. Die Veränderliche Krabbenspinne ist vor allem im südlichen Mitteleuropa weit verbreitet. In Bretten kann man sie an sonnigen Waldrändern und Gärten finden.