Die BUND Ortsgruppe Bretten hat am 14.06.2026, dem „Tag der Artenvielfalt“, zu einer Exkursion durch das Landschaftsschutzgebiet „Rechberg“ eingeladen. Vorneweg informierte Gertraud Steinbach über die verschiedenen Arten von Schutzgebieten und die Schutzwürdigkeit und Bedeutung des Naturraumes um das Landschaftsschutzgebiet „Rechberg“ mit seinen Streuobstbeständen, Heckenstrukturen und Flachland-Mähwiesen im Speziellen.
Im weiteren erläuterte Gerhard Dittes die Historie des Landschaftsschutzgebietes und wie es zu der Ausweisung im Jahr 1990 gekommen ist. Diese geht auf eine Initiative des BUND Bretten in den 1980ziger Jahren zurück. Schon damals war Gerhard Dittes aktiv und ohne sein Engagement wäre dieser wertvolle Naturraum wohl kaum erhalten worden.
Mit Köcher und Leintücher auf Insektenfang
In kleiner Gruppe ging es dann auf Insektenfang. Mit Köcher und Leintücher bewaffnet wurden auf Wiesen und entlang von Feldhecken zahlreiche Käfer, Wanzen und Spinnen gesammelt. Diese wurden in Becherlupen genau betrachtet und bestimmt und anschließend wieder in die Freiheit entlassen. Darunter war auch die „Streifenkreuzspinne“, die Spinne des Jahres 2026. Siehe auch hier „Teilnehmerbild der Exkursion.“ Ihre Wahl soll auf die Wichtigkeit ihrer Lebensräume, das sind strukturreiche Offenlandschaften, Wiesen und Waldränder, aufmerksam machen.
Daneben gab es Nistplätze von Wildbienen in Erdwegen zu bestaunen und eingehende Informationen zu dieser faszinierenden Insektenart. Während der Durchwanderung des Landschaftsschutzgebietes wurde auf die naturschutzfachliche Bedeutung der Wiesen- und Heckenstrukturen und auf die Bedeutung und Nützlichkeit von Totholz in den Streuobstwiesen zum Erhalt der Biodiversität eingegangen. Nach gut 2 Stunden waren alle gut informiert und der Rundgang wurde bei guter Stimmung und bestem Wetter beendet.