In Bretten und Umgebung leben rund ein Dutzend Amphibienarten, wie Erdkröten, Springfrösche, Molche und Feuersalamander. Alle sind nach dem Naturschutzgesetz geschützt. Sie können aber nur in Biotopen überleben, die ihren Bedürfnissen entsprechen.
Leider wurden in den letzten Jahrzehnten ihre Lebensräume zerstört, durch Straßen zerschnitten und ihre Laichgewässer zugeschüttet. Hinzu kommt, dass durch den Klimawandel immer häufiger Tümpel austrocknen. Um das Überleben dieser Tierarten zu sichern, hat der BUND Bretten jahrzehntelang, in oft regnerischen Nächten, Tausende von Lurchen vor dem Straßentod bewahrt.
Gleichzeitig wurden an geeigneten Stellen Laichgewässer angelegt und dafür gesorgt, dass ein sicheres Queren von Straßen ermöglicht wurde.
„Bei der jährlich stattfindenden Frühjahrs-wanderung benötigen Amphibien einen sicheren Weg von ihrem Winterquartier zum Laichgewässer. Um dies zu gewährleisten, ist ein amphibiengerechter Wanderkorridor erforderlich,“ betont Gertraud Steinbach vom BUND.
Der Schutz der Amphibien ist deshalb so wichtig, weil diese eine zentrale Rolle im Naturhaushalt spielen. Aus dem Laich der Kröten und Frösche schlüpfen Tausende von Kaulquappen, die sich von Algen ernähren. Sie selbst dienen dann als Futter für zahlreiche Tiere wie die Larven von Libellen und Wasserkäfern. Ausgewachsene Frösche werden von Ringelnattern und Störchen gefressen.
Auch Amphibien leiden unter dem Klimawandel. Sie müssen sich während eines langen, trockenen Sommers eingraben, um nicht auszutrocknen. In dieser Zeit können sie keine Nahrung aufnehmen. Mit wenig „Winterspeck“ können dann viele Tiere vor allem milde Winter nicht überleben.
Dies zeigte sich bei einer Kontrolle durch den BUND in diesem Frühjahr: In den Laichgewässern war weniger Laich als im vergangenen Jahr.