Kategorie-Archive: Aktuell

Feuersalamander gesucht!

Lurchi  1Er ist unverwechselbar und meistens bei Regenwetter oder nachts unterwegs: Der Feuersalamander.
Dieser schwarz und gelb gefärbte einheimische Lurch ist völlig ungefährlich. Leider ist sein Bestand durch Lebensraumverlust, Straßenverkehr und Pestizide stark gefährdet. Im Rahmen der landesweiten Amphibienkartierung hat der BUND Bretten alle bisher bekannten Vorkommen des Feuersalamders erfasst. Aber bei der versteckten Lebensweise dieses Lurchs kann es sein , dass es noch nicht erfasste Vorkommen ,wie zum Beispiel in privaten Gartenteichen oder Zufallsfunde bei Spaziergängen gibt.
Wir bitten darum, uns Funde (auch Salamanderlarven) zu melden. Bitte nutzen Sie dazu unser Kontaktformular.
Auf der Internetseite der LUBW finden Sie weitere Informationen und eine Bestimmungshilfe.
Vielen Dank für ihre Mitarbeit!

Glyphosat: Jetzt wird’s ernst!

BUND-Logo-kleindie EU-Kommission macht ernst: Am 7. März – deutlich früher als geplant – sollen die EU-Staaten über die Wiederzulassung des Pestizids Glyphosat für mindestens weitere zehn Jahre abstimmen. Wir haben Informationen über die bisher noch geheime Entscheidungsvorlage der EU-Kommission zugespielt bekommen – und sind entsetzt: Glyphosat soll einen Freispruch erster Klasse erhalten; keine der Gefahren, die Glyphosat bisher attestiert wurden, taucht in der Genehmigungsvorlage auf.

Helfen Sie uns, das Schlimmste zu verhindern und schreiben Sie jetzt an die Bundesregierung!

Die europäische Behörde EFSA hatte bereits vor Monaten die Bewertung der Weltgesundheitsorganisation von Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ignoriert. Und auch die alarmierende Einschätzung des Umweltbundesamtes, das Pestizid trage entscheidend zum Verlust der biologischen Vielfalt und zum Artensterben bei, wird in der Beschlussvorlage der EU bewusst ignoriert, obwohl selbst die EFSA diese Auffassung teilte. Die Gefahren von Glyphosat werden verschwiegen, kritische wissenschaftliche Befunde fallen unter den Tisch.

Die Bundesregierung muss jetzt mindestens darauf bestehen, dass die Umweltgefahren im Wiederzulassungsbescheid stehen und Mitgliedstaaten auf dieser Grundlage Reduktionsziele und Anwendungsbeschränkungen erlassen. Helfen Sie uns, Mensch und Umwelt vor diesem gefährlichen Pestizid zu schützen! Schreiben Sie jetzt hier an die Bundesregierung!

Viele Grüße aus Berlin,
Nikolai Miron

Unterzeichnen Sie jetzt den Appell!

Rettet die Bienen

https://secure.avaaz.org/de/index.php  Liebe Freundinnen und Freunde,
  die Bienen sterben. Den fleißigen Tierchen verdanken wir fast ein Drittel unserer Lebensmittel, doch sie verschwinden, weil giftige Pestizide auf sie herabregnen. Nun könnte sich die US-Regierung endlich für ein Verbot dieser Bienengifte einsetzen.

Machen wir dies zum entscheidenden Moment für die Bienen!
Zehn Jahre lang haben die Lobbys Druck gemacht. Jetzt hat die Behörde, die Giftstoffe verbieten kann, endlich zur öffentlichen Stellungnahme aufgerufen ― und will so über eine Chemikalie entscheiden, die für Bienen stark gefährdend ist. Doch die Agrochemie wird ihre massiven PR-Budgets einsetzen, um die Wissenschaft und die BürgerInnen zu übertönen. Zusammen mit Imkern, Landwirten und Wissenschaftlern kann unsere Gemeinschaft einen riesigen Aufruf starten und den Bienen eine Stimme geben.
Unsere Gemeinschaft erzielt in der EU bereits Erfolge für Bienen. Wenn wir das Verbot in den USA durchsetzen, könnte ein weltweiter Schneeballeffekt entstehen, um diese Chemikalien einzustellen. Verhindern wir mit unseren Stimmen den weltweiten Kollaps der Bienen. Unterzeichnen und verbreiten Sie die Aktion:

hier unterzeichnen!

Neonikotinoide – die Pestizide, die Bienen bedrohen – sind ein fieses Nervengift, das auf über 40 Millionen Hektar Ackerland, Rasen und Gärten in den USA eingesetzt wird. Die Bienen können sie nicht vermeiden, weil sie überall sind. Neonikotinoide verbreiten sich über den Boden und das Wasser, und können nicht von Nahrungsmitteln abgewaschen werden. Eine Studie der US-Regierung hat sie sogar in 29 Prozent der Babynahrung gefunden!
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Die Bunthummel ist „Wildbiene des Jahres 2016“

Die Bunthummel (Bombus sylvarum) wurde früher unzutreffend auch als Waldhummel bezeichnet, obwohl sie in Wäldern nicht vorkommt. Man kann sie an Waldrändern, Streuobstwiesen, Trockenrasen und Gärten antreffen. Von April bis Oktober ist sie auf Futtersuche. Bei der Auswahl ihrer Nahrungspflanzen ist sie nicht wählerisch. Blühende Obst- und Kastanienbäume werden bevorzugt besucht. Dabei fliegt sie auffällig hastig von Blüte zu Blüte. „Auch am blühenden Lavendel in unseren Vorgärten kann die Bunthummel beobachtet werden“, berichtet der Brettener Naturfotograf Hans-Georg Leonhardt. Die Bunthummel ist an der Brustoberseite zwischen graugelben Borsten schwarz gefärbt.
Im Frühjahr verlassen die im Boden überwinternden Königinnen der Bunthummel ihr Winterversteck und suchen sich einen geigneten Nistplatz. Das Hummelnest kann sowohl unterirdisch in Mäusegängen als auch oberirdisch unter Grasbüscheln angelegt werden. In selbstgefertigte Brutzellen legt sie Eier. Die ausschlüpfenden Larven werden mit Nektar und Pollen gefüttert.Nach etwa vier Wochen schlüpfen dann die jungen Arbeitshummeln. In ihrem bis zu zwölf Wochen dauernden Leben besuchen sie Blüten und versorgen weitere Nachkommen mit Futter. Im Herbst sterben alle Hummeln des bis zu 150 Individuen zählenden Volkes ab. Nur die Königinnen überwintern.
Hummeln sind wichtige Bestäuber unserer Kulturpflanzen. Wegen ihres dicken Pelzes können diese Insekten auch an kalten Frühlingstagen Blüten im Brettener Umland bestäuben“, betont Matthias Menzel vom BUND Bretten. Die Bunthummel steht bereits auf der Vorwarnliste für gefährdete Wildbienen. Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ hat die Bunthummel für 2016 ausgewählt.

Link: www.wildbienen-kataster.de

Der Feuersalamander ist „Lurch des Jahres 2016“

„ Die Landsalamander sind dumme, träge Thiere , die nur bei trübem oder nassem Wetter, sich aus ihren Erdhöhlen weit hinaus ins Freie wagen. Man hat ihnen nachgesagt, dass sie im Feuer leben könnten.“

Diese Behauptung steht in einem Lehrbuch der Naturgeschichte aus dem Jahre 1834. Heute, fast zwei Jahrhunderte später, erinnert lediglich der Name „Feuer“-Salamander noch an diesen Aberglauben. Damals war dieser Lurch auch auf der Brettener Gemarkung noch weit verbreitet. Durch Verlust und die Zerschneidung vieler seiner ursprünglichen Lebensräume durch Straßen sowie den Einsatz von Pestiziden hat sein Bestand abgenommen. Um die noch vorhandenen Restpopulationen zu erhalten, hat der BUND Bretten in den letzten 30 Jahren zahlreiche Laichgewässer renaturiert und an geeigneten Stellen neue angelegt.

„Ohne diese Tümpel und den Bau von Schutzeinrichtungen an Straßen gäbe es die Salamander in manchen Bereichen schon längst nicht mehr“, stellt Matthias Menzel vom BUND Bretten fest.

Feuersalamander leben bevorzugt in Laubwäldern und sind durch ihre individuelle schwarz-gelbe Zeichnung unverwechselbar. Sie können bis zu 20 Zentimeter Körperlänge erreichen und 20 Jahre alt werden. In regnerischen warmen Frühlingsnächten suchen die Weibchen ihre Laichgewässer, flache Tümpel oder Quellbäche, auf. Hier setzen sie ihre fertig entwickelten, nur wenige Zentimeter großen und sofort schwimmfähigen Larven ab.
Diese ernähren sich von im Wasser lebenden Kleintieren und deren Larven. Im Laufe des Sommers färben sich die Larven gelb und schwarz. Dann verlassen die jungen Salamander ihr Laichgewässer. Eingegraben im frostsicheren Waldboden oder in Erdhöhlen überdauern sie den Winter.
Wegen seiner starken Gefährdung wurde der Feuersalamander jetzt von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde zum „Lurch des Jahres 2016“ gewählt.

weitere Info’s :
BUND Hessen
Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde

Tümpel sind keine Müllkippen

BUND-Appell: Wasserpflanzen nicht in Tümpel entsorgen
Immer wieder tauchen plötzlich Wasserpflanzen in neu angelegten Laichgewässern in der freien Feldflur auf. Bei Kontrollen auf der Brettener Gemarkung wurde mehrfach festgestellt, dass Mitbürger aus ihren Gartenteichen überzählige Wasserpflanzen in Laichgewässer „entsorgt“ hatten.
Gertraud Steinbach vom BUND Bretten warnt: „Das Einbringen von Wasserpflanzen in neu angelegte Tümpel beschleunigt deren Verlandung und schränkt damit die Fortpflanzungs-möglichkeit gefährdeter Amphibien immer mehr ein.“ Besonders problematisch sind in diesem Zusammenhang die Rohrkolben.

Diese Wasserpflanzen bilden kräftige, unterirdisch kriechende Ausläufer. Dadurch entstehen rasch dichte Bestände, die andere Wasserpflanzen verdrängen. Somit wird die Artenvielfalt verringert und die Verlandung des Laichgewässers beschleunigt. Um die Kinderstuben für Frösche und Molche zu erhalten, sind dann immer öfter zeitaufwändige Pflegemaßnahmen erforderlich. Ehrenamtliche Helfer müssen dann in mühevoller Arbeit der wuchernden Vegetation Einhalt gebieten.

Um die Fortpflanzung unserer einheimischen Amphibien zu sichern, hat der BUND Bretten erfolgreich bestehende Laichgewässer renaturiert und neue angelegt. Die Besiedelung dieser Wasserflächen soll durch die natürliche Sukzession, also Zuwanderung von standortgerechten Pflanzen und Tieren aus der Umgebung, erfolgen. Eingesetzte Wasserpflanzen können diese Entwicklung erheblich stören. Besonders nachteilig für die Lebensgemeinschaft in einem Tümpel kann sich das Einsetzen von Fischen auswirken. Fische haben in Kleingewässern wie Laichtümpeln nichts zu suchen. Dort kommen sie auch natürlicherweise nicht vor.
Deshalb appelliert der BUND Bretten eindringlich, keine Wasserpflanzen, Fische oder andere Organismen in stehende Kleingewässer einzubringen.

Weihnachtsgrüße


christmas

Die BUND-Ortsgruppe Bretten wünscht allen Mitgliedern, Freunden, Förderern und Partnern, die unsere Bemühungen um den Naturschutz in diesem Jahr unterstützt haben,
ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest!





Herzlichen Dank …

… an die Leserin unserer Homepage. Sie hatte in der Nähe von Freiburg noch Mitte November lebende Gottesanbeterinnen (Mantis religiosa) entdeckt und uns davon freundlicherweise Belegfotos geschickt.
Während die erwachsenen Insekten die ersten Nachtfröste nicht überleben, überstehen ihre Eigelege selbst grimmige Kälte. Durch die Klimaerwärmung hat sich die Gottesanbeterin inzwischen vom Kaiserstuhl über den Kraichgau bis nach Südhessen ausgebreitet.

Farbenprächtige Käfer aus „Holzwürmern“

WespenbockGartenbesitzer, die Engerlinge in ihrem Komposthaufen finden, sollten diese am Leben lassen. Es könnten nämlich die Larven von Rosen- oder Nashornkäfern sein.
Diesen Appell richtete Gerhard Dittes an die Zuhörer, die zu einem Vortrag über die Käfer im Totholz gekommen waren. Die AWO und der BUND Bretten hatten dazu eingeladen.
In holzhaltigen Gartenabfällen, wie klein gehäckseltem Heckenschnitt, können sich Arten wie Balkenschröter, Rosen- und Nashornkäfer entwickeln.
In stickstoffarmen Holzabfällen kann die Entwicklung mehrere Jahre dauern. Deshalb sollten aufgefundene Engerlinge, die sich nur vom verrottenden Holz ernähren, im Komposthaufen belassen werden.
Bei uns sind mehr als tausend Käferarten auf abgestorbene Bäume und Holzstapel angewiesen. Lässt man diese ungestört verrotten, dann fördert man die Entwicklung von zum Teil seltenen gefährdeten Käfern wie zum Beispiel Bockkäfern. Diese sind an ihren langen Fühlern leicht zu erkennen. Einen Einblick in die Welt dieser oft farbenprächtigen Insekten gab Hans-Georg Leonhardt vom BUND Bretten. Seine in jahrelanger Arbeit angefertigten Nahaufnahmen von Käfern aus dem Brettener Umland wie Hirschkäfer, Rothalsbock und Rosenkäfer beeindruckten die Zuschauer.

Totholz spielt im Naturhaushalt eine vielfältige Rolle. Da es die Artenvielfalt in unseren Wäldern erhöht, fördert die Forstwirtschaft mit ihrem Totholzkonzept den erforderlichen Totholzanteil im Wald.

Dossier: Totholz
Alt- und Totholzkonzept Baden-Württemberg

Einladung zum Vortrag: Käfer im Totholz

Mehr als 1000 Käferarten entwickeln sich in abgestorbenem Holz. Mit faszinierenden Bilder geben die Brettener Naturfotografen Gerhard Dittes und Hans-Georg Leonhardt Einblicke in die Welt der Totholzkäfer.
Zu dieser Veranstaltung laden die AWO und der BUND Bretten am Montag,16.November 2015 um 19:30 Uhr herzlich ein. Veranstaltungsort: Jugendhaus Bretten Bahnhofstraße 13/1

Eintritt frei ! Gäste willkommen!

Einladung Käfer im Totholz

Dieselabgase gefährden Bienen

warningStickoxide,die auch in Abgasen von Dieselmotoren enthalten sind, können Duftstoffe aus Rapsblüten zerstören. Dies berichten Forscher im „Journal of Chemical Ecology“. Fast die Hälfte der häufigsten Duftstoffe, die Bienen anlocken, werden nicht mehr erkannt. Bienen haben es dann schwerer solche Futterquellen zu finden.
Link1: Journal of Chemical Ecology, 2015
Link2: Dieselabgase noch gefährlicher für Bienen