Kategorie-Archive: Pestizide

77 Prozent der Deutschen wollen keine Pestizide mehr !

Bild von Erich Westendarp

Dies ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage, die vom Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft und dem Umweltinstitut München in Auftrag gegeben wurde. Beide Organisationen fordern ein Sofortverbot der Pestizide, die sich hauptsächlich über die Luft verbreiten. Das massive Insektensterben hat offensichtlich weite Teile der Bevölkerung zum Umdenken veranlasst.
Die Menschen sorgen sich um ihre Gesundheit und um die Natur. Denn Glyphosat und andere Pestizide wurden überall in Deutschland fernab von den Ackerflächen, auf denen sie eingesetzt waren, nachgewiesen.
Agrarministerin Julia Klöckner und Umweltministerin Svenja Schulze sollten deshalb unverzüglich handeln und mit dem Pestizidausstieg in Deutschland beginnen.

Siehe auch: Selbst im Leipziger Stadtgebiet sind Pestizidrückstände aus der Landwirtschaft nachweisbar

Insektensterben : Forscher fordern Maßnahmen

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Wilfried Kretschmann fand im Stuttgarter Museum für Naturkunde ein internationales Insektenschutz-symposium statt, an dem auch Vertreter des BUND Bretten und Karlsruhe teilnahmen.
Insekten sind weltweit die artenreichste Tiergruppe und für die Funktion von Ökosystemen unerlässlich. Der dramatische Rückgang der Insekten hat in Mitteleuropa inzwischen alarmierende Ausmaße erreicht mit unabsehbaren ökonomischen und ökologischen Folgen. Wissenschaftler zeigten an neuesten Forschungsergebnissen die Ursachen für den dramatischen Rückgang der Insekten auf. Eine der Hauptursachen ist der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. So finden beispielsweise vergiftete Honigbienen nicht mehr zurück in ihren Bienenstock und werden anfälliger für Krankheiten. Nützlinge erkennen ihre Wirte nicht mehr, wodurch sich der Bestand der Schädlinge erhöht.
Zum Schutz der Insekten fordern die Wissenschaftler unter anderem Maßnahmen wie die Einschränkung des Pestizideinsatzes, die Extensivierung der Landwirtschaft sowie eine Erhöhung der Artenvielfalt durch Grünland. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen ist, neben einer Forschungs- und Bildungsoffensive, eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure aus Politik, Industrie, Landwirtschaft, Naturschutz, Wissenschaft und Gesellschaft erforderlich.

Den „Neun-Punkte-Plan gegen das Insektensterben“ finden Sie hier –>9-Punkte Plan gegen das Insektensterben

Die skandalöse Wiederzulassung des Totalherbizids Glyphosat belegt die Schwächen des Zulassungsverfahrens für Pestizide

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert eine umfassende Reform von Pestizid-Zulassungsverfahren auf europäischer und nationaler Ebene.
„Weil der Krebsverdacht nach wie vor gilt, hätte das Vorsorgeprinzip greifen müssen, Glyphosat hätte sofort und ohne Ausnahmen verboten werden müssen. Auch die negativen Umweltfolgen wurden nicht angemessen berücksichtigt, obwohl Glyphosat maßgeblich zum Artensterben in der Agrarlandschaft beiträgt“, so BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Deshalb fordert der BUND, Studien durch unabhängige wissenschaftliche Institute anstatt durch die antragstellenden Pestizidhersteller, eine stärkere Berücksichtigung von Umweltaspekten im gesamten Verfahren, der Ausbau von Monitoring-Maßnahmen sowie mehr Transparenz bei den Zulassungsverfahren.
Mehr dazu unter: Glyphosat-Skandal beweist Notwendigkeit einer Reform der Pestizid-Zulassungsverfahren

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen