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Entdeckt : Die Gefleckte Weinbergschnecke

Gefleckte Weinbergschnecke
Sie ist kleiner und dunkler als unsere einheimische Weinbergschnecke, stammt aus dem Mittelmeerraum und bevorzugt deshalb höhere Temperaturen, vor allem mildere Winter wie das Weinbauklima in der Pfalz. Sie hat sich über Frankreich bis zur Rheinebene ausgebreitet, und in manche Gebiete Baden-Württembergs wurde sie eingeschleppt. Jetzt wurde sie auch in Bretten erstmalig beobachtet. Ein aufmerksamer Mitarbeiter des BUND fand dieses Tier an einer Mauer sitzend am Rand der Kernstadt .
Die Gefleckte Weinbergschnecke (Helix aspersa) ist leicht zu erkennen: Auf dem bis zu vier Zentimeter großen, gelb bis braunen Gehäuse befinden sich unterschiedlich ausgeprägte Bänder und gelbe Flecken. Diese Schnecke ist sehr anpassungsfähig. In ihrem Verbreitungsgebiet findet man sie an Wegrainen, Feldern, Gebüschen und Weinbergen. Sie ernährt sich hauptsächlich Gräsern und Blättern, und in Gefangenschaft frißt sie auch gerne Karotten.
Die sommerliche Hitze übersteht sie wochenlang im Trockenschlaf. Dazu verkriecht sie sich im Boden oder in Felsspalten oder sie sitzt eng an Mauern angeschmiegt. Vermutlich als Folge des Klimawandels hat sie sich nach Norden hin ausgebreitet. Weltweit wurde sie in die verschiedensten Länder eingeschleppt.

Große Egelschnecke (Limax maximus)

Diese durchschnittlich 15 Zentimeter lange Nacktschnecke aus der Familie der Egelschnecken, kennt man auch unter dem Namen Tigerschnegel oder Großer Schnegel . Auf der hellen Haut befinden sich dunkle Flecken oder Streifen. Die Zahl dieser Flecken ist unterschiedlich und es gibt auch völlig fleckenlose Exemplare. Die Augen am Ende der längeren Fühler, sind als kleine schwarze Punkte gut zu erkennen.
Tigerschnegel ernähren sich nur selten von frischen Pflanzen. Ihre Hauptnahrung besteht aus welken Pflanzen, Aas und anderen Nacktschnecken, die sie überwältigen. Deshalb richten sie in Gärten kaum Schäden an. Die zwittrigen Tiere produzieren pro Gelege bis zu 300 nur wenige Millimeter große, glasig-durchsichtige Eier.
Die Große Egelschnecke ist nachtaktiv. Tagsüber versteckt sie sich in feuchten Kellern, alten Gemäuern und unter Steinhaufen.
Der Tigerschnegel wurde zum Weichtier des Jahres 2005 gewählt

infoMehr Informationen zu Schnecken und Weichtieren finden Sie auch hier: Die lebende Welt der Weichtiere und bei Mollusken und Malakozoologie in Deutschland

Steckbrief: die Weinbergschnecke (Helix pomatia)

Weinbergschnecke im "Trockenschlaf"
Weinbergschnecke im „Trockenschlaf“
Schnecken sind Feuchtlufttiere. Nur bei Regenwetter oder beim Tau in der Nacht sind sie aktiv. Sonnige Tage verbringen sie in schattigen Bereichen. Bei länger anhaltender Trockenheit schmiegen sich manche Arten dicht an Unterlagen wie Steine oder Baumstämme. Um den Wasserverlust durch Verdunstung möglichst gering zu halten, bilden sie ein dünnes Häutchen zwischen der Schalenmündung und der Unterlage. Das Foto zeigt eine Weinbergschnecke im Trockenschlaf.

infoMehr Informationen zu Schnecken und Weichtieren finden Sie auch hier: Die lebende Welt der Weichtiere und bei Mollusken und Malakozoologie in Deutschland

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