Am letzten Sonntag im April zeigten sie sich wieder am blauen Himmel über Bretten. Die Mauersegler (Apus apus) sind aus ihrem afrikanischen Winterquartier nach Bretten zurückgekehrt! Meistens treffen diese Vögel in der ersten Maiwoche in Bretten ein. Dies geht aus den Aufzeichnungen eines Mitarbeiters des BUND, der die Ankunftszeiten dieser Vögel seit dem Jahr 2012 registriert, hervor. In diesem und im letzten Jahr kamen die Mauersegler bereits am 26. April in Bretten an.
Die Flügel der Mauersegler sind lang, schmal und sichelförmig. Ihre Schwanzfedern ähneln kurzen Spießen. Während des Fluges geben sie unüberhörbare, schrille Laute von sich, die sich wie „sriiü“ anhören. Die etwa schwalbengroßen Mauersegler sind wahre Flugkünstler. Im Sturzflug erreichen sie Geschwindigkeiten bis zu 200 Stundenkilometer. Während des Flugs können sie ihre Richtung blitzschnell ändern, um in der Luft schwebende Insekten zu erbeuten. Dabei steigen sie in Höhen bis zu 3000 Meter auf, um Blattläuse, Fliegen, Käfer und sogar in der Luft schwebende Spinnen zu fressen.
Mauersegler können im Flug schlafen. Dazu steigen sie abends in große Höhen auf. Doch was machen sie, wenn sie bei Regenwetter oder Kälte keine Beutetiere in der Luft finden? Dann sind sie in der Lage, ihren Körperstoffwechsel so zu drosseln, dass sie tagelang ohne Nahrung auskommen können.
Mauersegler sind Kulturfolger. Die einstigen Felsenbrüter sind inzwischen zu Gebäudebrütern geworden. Zum Nisten benutzen sie Hohlräume in meist hohen Häusern oder Türmen. Moderne Gebäude mit einer geschlossenen Fassade haben zu einem drastischen Rückgang an Nistplätzen geführt. Das durch Pestizide verursachte Insektensterben hat das Nahrungsangebot verringert. Und schließlich hat der Klimawandel dazu geführt, dass sich das Zugverhalten dieser Vögel verändert hat.
„Die Ankunftszeit der Mauersegler hat sich um ein bis zwei Wochen nach vorne verschoben und der Wegzug um die gleiche Zeit nach hinten“, betont der BUND-Landesverband Hessen.
von Dave Goulson erschienen im Hanser Verlag
Zucker, Palmöl, Gemüse, Fisch oder Fleisch – was ist wirklich gesund und nachhaltig? Ein kluger, alltagstauglicher Wegweiser für alle, die essen wollen, ohne die Welt zu zerstören.
Unsere Ernährung steckt in der Krise: Wir wollen gesund leben, doch auf unseren Tellern liegen hochverarbeitete, überzuckerte, nährstoffarme Produkte – belastet mit Pestiziden und Schwermetallen. Das gefährdet nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die Natur. Böden verarmen, Arten verschwinden, das Klima leidet – und mittendrin: unser tägliches Essen. Dave Goulson, international renommierter Biologe und leidenschaftlicher Aufklärer, zeigt, wie eng unser persönliches Wohl mit dem Zustand der Erde verknüpft ist – und was wir konkret tun können. Welche Lebensmittel wirklich bio sein sollten, worauf es beim Einkauf ankommt und wie wir alle zum Wandel beitragen können – sachkundig und verständlich bringt Goulson Licht ins Dunkel der Supermarktregale.
In Bretten und Umgebung leben rund ein Dutzend Amphibienarten, wie Erdkröten, Springfrösche, Molche und Feuersalamander. Alle sind nach dem Naturschutzgesetz geschützt. Sie können aber nur in Biotopen überleben, die ihren Bedürfnissen entsprechen.
Leider wurden in den letzten Jahrzehnten ihre Lebensräume zerstört, durch Straßen zerschnitten und ihre Laichgewässer zugeschüttet. Hinzu kommt, dass durch den Klimawandel immer häufiger Tümpel austrocknen. Um das Überleben dieser Tierarten zu sichern, hat der BUND Bretten jahrzehntelang, in oft regnerischen Nächten, Tausende von Lurchen vor dem Straßentod bewahrt.
Gleichzeitig wurden an geeigneten Stellen Laichgewässer angelegt und dafür gesorgt, dass ein sicheres Queren von Straßen ermöglicht wurde.
„Bei der jährlich stattfindenden Frühjahrs-wanderung benötigen Amphibien einen sicheren Weg von ihrem Winterquartier zum Laichgewässer. Um dies zu gewährleisten, ist ein amphibiengerechter Wanderkorridor erforderlich,“ betont Gertraud Steinbach vom BUND.
Der Schutz der Amphibien ist deshalb so wichtig, weil diese eine zentrale Rolle im Naturhaushalt spielen. Aus dem Laich der Kröten und Frösche schlüpfen Tausende von Kaulquappen, die sich von Algen ernähren. Sie selbst dienen dann als Futter für zahlreiche Tiere wie die Larven von Libellen und Wasserkäfern. Ausgewachsene Frösche werden von Ringelnattern und Störchen gefressen.
Auch Amphibien leiden unter dem Klimawandel. Sie müssen sich während eines langen, trockenen Sommers eingraben, um nicht auszutrocknen. In dieser Zeit können sie keine Nahrung aufnehmen. Mit wenig „Winterspeck“ können dann viele Tiere vor allem milde Winter nicht überleben.
Dies zeigte sich bei einer Kontrolle durch den BUND in diesem Frühjahr: In den Laichgewässern war weniger Laich als im vergangenen Jahr.
Auf den ersten Blick sieht sie einer Wespe zum Verwechseln ähnlich. Tatsächlich täuscht sie mit ihrer schwarz-gelben Färbung Gefährlichkeit vor, um Fressfeinde abzuschrecken. Dabei ist die Wollbiene (Anthidium manicatum) völlig harmlos. Ihr Körperbau ist plumper als der einer Wespe. Die Weibchen dieser Wildbienenart haben eine Körperlänge von etwa einem Zentimeter. Die Männchen sind doppelt so groß und besitzen am Hinterleibsende fünf schwarze Dornen, die sie im Flug zur Verteidigung gegen Nahrungskonkurrenten einsetzen.
Die Verwendung von Pflanzenwolle zum Brutzellenbau hat zu ihrem Namen „Woll“biene geführt.
Die Brutzellen werden in Hohlräumen angelegt und mit Pflanzenwolle verschlossen. Die jungen Bienen schlüpfen im Juni aus und fliegen bis Oktober.
Um den Bestand der Wollbienen zu erhalten, hat der BUND einen Lebensraum für diese Wildbienenart geschaffen. Hier finden diese Insekten Pflanzen, die neben Nektar und Blütenstaub auch Pflanzenhaare (Wolle) für den Nestbau liefern. Daneben werden auch Hohlräume für die Anlage der Brutzellen bereitgestellt.
Wegen ihrer unersetzlichen Bestäuberfunktion für Wild- und Kulturpflanzen stehen alle Wildbienen unter gesetzlichem Schutz. Dennoch ist jede zweite Wildbienenart gefährdet, weil immer noch jeden Tag, auch bei uns, Lebensräume von Wildbienen planmäßig vernichtet werden.
Wer Wollbienen ansiedeln möchte , dem empfiehlt Gertraud Steinbach vom BUND, im Garten Wollziest (Stachys byzantina) anzupflanzen. Wenn dieser blüht, dann kann man aus nächster Nähe beobachten, wie die Weibchen an Blüten Pollen und Nektar sammeln und von den Blättern die silbrigen Pflanzenhaare für den Nestbau abschaben. Die Männchen umkreisen währenddessen fast pausenlos die Futterpflanze und verteidigen ihr Revier heftig gegen Eindringlinge. Selbst größere Insekten, wie Holzbienen, werden attackiert.
Dicke, pelzige Brummer in Brettener Gärten
In den ersten warmen Frühlingstagen sind sie wieder unterwegs, immer auf der Suche nach Blüten, die zuckerhaltigen Nektar und eiweißreichen Blütenstaub liefern. Dabei sind sie auf der Suche nach einem geeigneten Platz für eine Nestanlage. Verlassene Vogelnistkästen, nicht mehr von Mäusen genutzte, unterirdische Nester sind bevorzugte Plätze. Die Hummeln, die jetzt unterwegs sind, sind alle Königinnen, also Weibchen, die sich im vergangenen Herbst gepaart haben und jetzt auf der Suche nach einem geeigneten Nistplatz sind. Ist ihre Suche erfolgreich, dann bauen sie aus Moos ein isolierendes Nest und legen Eier. Die ausschlüpfenden Larven werden mit Nektar und Pollen gefüttert. Nach ihrer Entwicklung zu erwachsenen Hummeln übernehmen diese den Bau der Waben und die Fütterung der Larven. So wächst der Hummelstaat im Laufe des Sommers, je nach Hummelart auf bis zu 600 Tiere.
In Deutschland gibt es etwa 40 Hummelarten, die alle zu den Wildbienen zählen. Ihr dicker Pelz ermöglicht es ihnen, bereits bei Temperaturen von nur wenigen Grad über dem Gefrierpunkt, wenn alle anderen Bienen noch starr vor Kälte sind, zu fliegen und Blüten zu besuchen. Dabei hilft ihnen das sogenannte „Wärmezittern“ . Sie zittern mit ihren Flugmuskeln und steigern so ihre Körpertemperatur, bis sie flugfähig sind, auf 30°C.
So sorgen Hummeln auch in einem kalten Frühjahr für die Bestäubung der Blüten unserer Obstbäume. Dabei setzen manche Obstbauern Zuchthummeln auf ihren Obstplantagen ein, um den Ernteertrag zu erhöhen.
Bei Tomaten sitzt der Blütenstaub im Inneren der Staubgefäße. Er tritt in der Regel erst dann aus, wenn die Pollenbehälter geschüttelt werden. Die Hummeln zittern mit ihren Flugmuskeln, setzen die Blüte in Schwingung und der Pollen fällt heraus. Erst diese „Vibrationsbestäubung“ ermöglicht reiche Tomatenernten. Hummeln sind durch ihre hohe wirtschaftliche Bedeutung für den Obst- und Gemüsebau unverzichtbar. Doch leider ist ihr Bestand bedroht. Immer noch verschwinden natürliche Lebensräume für immer unter Beton und Asphalt. Monokulturen und Pestizide führen zum Verlust geeigneter Futterpflanzen.
Welchen Beitrag können Hobbygärtner zum Schutz dieser unverzichtbaren Insekten leisten? Corinna Hölzel, Expertin für insektenfreundliche Gärten beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt, im Garten heimische Wildpflanzen mit Blüten vom zeitigen Frühjahr bis späten Herbst zu pflanzen, damit Hummeln während der gesamten Flugzeit von März bis Oktober ein kontinuierliches Nahrungsangebot finden. Mehr Tips hier: Eine Wohlfühloase für Hummeln.
Und was machen Hummeln die beim Fliegen viel Wärme erzeugen und in einem dicken Pelz stecken im Hochsommer? Warum erleiden sie keinen Hitzschlag? Amerikanische Forscher haben kürzlich herausgefunden, dass ihr Schwirren mit den Flügeln wie ein Ventilator wirkt: Wie Hummeln beim Fliegen dem Hitzetod entgehen.
Siehe auch unseren Buchtipp: Dave Goulson: Und sie fliegt doch, eine kurze Geschichte der Hummel
Die Hummel ist nicht nur ein pelziges Geschöpf, an dessen Anblick wir uns erfreuen, sie ist auch ein Wunder der Natur, das die Gesetze der Schwerkraft überlistet, und ein Nutztier, das jährlich Abermillionen Tomaten, Gurken und Johannisbeeren bestäubt. Doch wie ihre Verwandten, die Wildbienen, sind die Hummeln vom Aussterben bedroht. Ihr Verschwinden hätte gravierende Folgen für unsere Gesellschaft. In seinem Bestseller „Und sie fliegt doch“ öffnet uns Dave Goulson, Englands führender Hummelforscher, die Augen für ungeahnte Zusammenhänge zwischen Hummeln und Menschen.
Ein hinreißendes Buch mit humorvollen Schilderungen.
Dave Goulson: Und sie fliegt doch
Eine kurze Geschichte der Hummel
HANSER Verlag 2006
ISBN 978-3-446-44039-5
Der BUND hat die Parteien zu ihren Plänen für die kommende Legislaturperiode befragt.
Wie stehen die Parteien zu wichtigen Zukunftsfragen? Alle an Umwelt- und Naturschutz interessierten Menschen sollten das wissen. Der BUND Baden-Württemberg hat daher die im Landtag vertretenen Parteien befragt. Aus unseren Forderungen zu Klimaschutz und Biodiversität haben wir Wahlprüfsteine entwickelt und den Parteien zugesandt.
Hier finden Sie eine Auswahl der Prüfsteine und alle Fragen an die Parteien und deren ausführliche Antworten.
Petent:
BUND Landesverband Baden-Württemberg und NABU-Landesverband Baden-Württemberg 70178 Stuttgart, DE
Anliegen:
Die Unterzeichnenden fordern die Landesregierung auf, die „Verordnung der Landesregierung zum Schutz vor Beeinträchtigungen durch den Biber (Biberverordnung – BiberVO“, veröffentlicht am 20.01.2026), zurückzuziehen!
Die Unterzeichnenden setzen sich für kluges Biber-Management statt sinnlosem Biber-Töten ein und fordern wirksame Lösungen:
• Naturnahe Gewässer und Auenlandschaften stärken sowie bauliche Eingriffe und die intensive Nutzung bis nahe an die Uferböschungen verhindern. Stattdessen die konsequente Durchsetzung der vorgeschriebenen 10m Gewässerrandstreifen.
• Das etablierte Bibermanagement mit seinen langfristigen Lösungen personell und finanziell stärken sowie dessen Instrumente, wie z. B. den Schutz von Bäumen mit Drahthosen oder den Einsatz von Elektrozäunen, konsequent anwenden.
• Den Biber als heimische Art akzeptieren und seine positiven Leistungen für die Natur und die Menschen anerkennen, statt den Fokus auf wenige Konflikte zu legen.
Hier geht’s zur Online-Petition, die auch unterzeichnet werden kann.
Mit fortschreitender Zerschneidung der Landschaft wird die ursprüngliche Ausgangsfläche in immer kleiner Lebensräume zerlegt. Die Zentralen Bereichen werden immer kleiner, die Randbereiche immer größer. Die ursprüngliche Artenvielfalt und die Zahl der Tiere in den Zentralen Bereichen nimmt immer mehr ab. Beim Überqueren der Straßen kommen immer mehr Tiere um. Der Genaustausch wird verringert. Es kommt zur Inzucht und typische Artmerkmale gehen verloren.Die Saumbiotope der Randbereiche bieten andere Voraussetzungen als die Ausgangsfläche. Sie werden von anderen Arten besiedelt.
Eine neue Straße (rechts) zerschneidet den Lebensraum Wald. Zu beiden Seiten der Straße ändert sich das Artenspektrum der Laufkäfer. Feldarten verdrängen die ursprünglichen Waldarten. Diagramm : G. Dittes verändert nach Mader 1981
Auf den Straßen Deutschlands kommt es jedes Jahr zu 276 000 Wildunfällen. Die Wildunfall-Schäden beliefen sich 2024 auf über einer Milliarde Euro !
Nach der Jagdstatistik des Deutschen Jagdverbandes sind 2023/2024 rund 204 000 Rehe und 15 000 Wildschweine dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen.
Dazu kommen Hasen und Füchse deren Haupttodesursache der Straßenverkehr ist.
In Deutschland werden jedes Jahr schätzungsweise rund eine Million Igel überfahren, da Autofahrer sie gar nicht oder zu spät erkennen.
Siehe hier und hier.
Langsame Tiere wie Kröten , Salamander und Molche haben kaum eine Chance Straßen lebend zu überqueren.
Wildbienen stehen streng unter Naturschutz. Laut Bundesnaturschutzgesetz ist es verboten, Wildbienen nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Ihr Nest darf nicht entfernt, beschädigt oder zerstört werden.
Doch dieser gesetzliche unmittelbare Schutz reicht leider nicht aus. Denn die Hauptbedrohung der Wildbienen ist die Zerstörung ihrer Lebensräume. Auch bei uns im Kraichgau sollen einheimischen Wildbienen die Lebensgrundlagen entzogen werden.
Die Stadt Bretten plant im nordwestlichen Randbereich der Kernstadt Bretten in den Gewannen “Vordere Schmalzhälde” und “Katzhälde” ein Gewerbegebiet auszuweisen. Auf dieser mehr als vier Hektar großen Fläche hat sich im Laufe vieler Jahrzehnte eine Lebensgemeinschaft von mehr als vierzig (!) Wildbienenarten zusammen mit den notwendigen Futterpflanzen und andern Insektenarten entwickelt. Ein Eingriff in diese Lebensgemeinschaft (Biozönose) ist wegen der Komplexität nicht ausgleichbar und deshalb mit dem Biodiversitätsstärkungsgesetz der Landesregierung von Baden-Württemberg nicht vereinbar!
Dieses Gesetz soll Insekten schützen, Lebensräume durch gezielte Maßnahmen stärken und den Artenschutz fördern.
Die meisten Wildbienenarten legen ihre Nester im Boden, der bestimmte Eigenschaften aufweisen muss, an. Künstliche Nisthilfen mit Bohrlöchern in Holz oder Schilfstängel werden von den meisten Arten nicht angenommen. Außerdem sind einige Arten zwingend auf ganz bestimmte Futterpflanzen angewiesen. Diese müssen wegen der geringen Flugradien der Wildbienen möglichst nahe an den Nistplätzen wachsen. Deshalb würden alle Versuche einer Umsiedlung zur Vernichtung dieser artenreichen Lebensgemeinschaft führen. Wildbienen können nur dauerhaft geschützt werden, wenn ein genügend großer Nahrungsraum , geeignete Nistplätze und artspezifisches Baumaterial für die Anlage der Nester vorhanden sind.
Von den über 560 in Deutschland beheimateten Wildbienenarten sind laut Roter Liste bereits 39 ausgestorben, 31 vom Aussterben bedroht und 197 gefährdet. 42 Arten stehen auf der Vorwarnliste. Die Ursachen des Rückgangs sind vielfältig – Hauptgründe sind der Lebensraum- und Nahrungsverlust durch die intensive Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden.
Link: Wildbienen: Arten, Schutz und Bedeutung
In der „Schmalzhälde / Katzhälde“ leben folgende Wildbienenarten : weiter lesen
Der einzige bekannte von Boden bedeckte Planet ist die Erde. Dieser Boden ist unendlich wertvoll. In ihm leben Myriaden von Bakterien, Pilzen und kleinen Tieren, die ihn aufbauen und fruchtbar machen. Dennoch erscheint er vielen offenbar nur als Dreck, und so wird er auch oft behandelt. Die industrielle Landwirtschaft, die fortschreitende Entwaldung und weitere menschliche Eingriffe haben mehr als ein Drittel aller Böden bereits empfindlich verletzt oder sogar zerstört. Die Krume verliert den Halt, stirbt ab und wird abgetragen durch Wolkenbrüche und Winde, die durch den Klimawandel immer häufiger werden.
Ullstein Verlag 2025 ISBN 978 -3 -550-20295 -7
Wer die Erde retten will, muss den Boden heilen
Die Erde ist geradezu ein Wunderwerk, überzogen von einer Schicht aus organischem Material, Mineralien und Mikroorganismen sowie Luft und Wasser, die allem terrestrischen Leben zugrunde liegt. Im Boden leben Myriaden von Bakterien, Pilzen und kleinen Tieren, die ihn aufbauen und fruchtbar machen. Doch deren Wert scheint uns nicht bewusst:
Wir beuten den Boden rücksichtslos aus und bedrohen jenes Ökosystem, das die Welt am Laufen hält. Die industrielle Landwirtschaft und die fortschreitende Entwaldung haben mehr als ein Drittel aller Böden bereits empfindlich verletzt oder sogar zerstört. Die Krume stirbt ab, verliert den Halt, wird abgetragen durch Wolkenbrüche und Winde, die durch den Klimawandel häufiger werden.
Die Biologen Jörg Blech und Prof. Matthias Rillig beschreiben erstmals, warum wir nur überleben werden, wenn wir die geheimnisvollen Bewohner im Boden erhalten. Sie präsentieren neue Befunde aus der Wissenschaft sowie exklusive Erkenntnisse, die Rillig als Forschender selbst gewonnen hat. Alles mündet in die lebensentscheidende Frage: Können wir die Erde wieder in einen gesunden Zustand versetzen?