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Schlagworte-Archive: Landwirtschaft

foodwatch-Recherche: Hochgiftige Pestizide in Deutschland ohne abschließende Risikoprüfung zugelassen – Özdemir muss Mittel verbieten!

Bild von Franck Barske auf Pixabay

Berlin, 19. Dezember 2022. foodwatch hat Bundesagrarminister Cem Özdemir einen unverantwortlichen Umgang mit Pestizid-Neuzulassungen vorgeworfen. Recherchen der Verbraucherorganisation zeigen: Das von Özdemir geführte Bundeslandwirtschaftsministerium hat allein in diesem Jahr 150 neue Pestizid-Mittel zugelassen – obwohl einige dieser Mittel riskante Wirkstoffe enthalten, bei denen teilweise seit Jahren die Sicherheitsüberprüfung auf EU-Ebene verschleppt wird. Darunter sind zum Beispiel mehrere Insektengifte und ein hochgefährliches Pilzmittel, das den Stoff Dimethomorph enthält. Dieses Pestizid kann laut Europäischer Chemikalienagentur (ECHA) die Fruchtbarkeit bei Menschen beeinträchtigen. foodwatch forderte Cem Özdemir auf, alle Pestizide, die keine abgeschlossene EU-Risikobewertung haben, in Deutschland sofort vom Markt zu nehmen.

„Das Ministerium von Cem Özdemir winkt die Zulassung von gefährlichen Pestizid-Mitteln einfach durch, obwohl eine abschließende Sicherheitsprüfung durch die EU fehlt. Der Grünen-Minister gefährdet die Gesundheit von Verbraucher:innen und treibt das Bienen- und Insektensterben voran. Dänemark zeigt, wie es besser geht: Dort ist nur rund die Hälfte aller Pestizid-Wirkstoffe zugelassen, die in Deutschland erlaubt sind“, sagte Annemarie Botzki von foodwatch.

Die Verbraucherorganisation startete unter foodwatch.org/ungepruefte-pestizide eine E-Mail-Protestaktion an Cem Özdemir. Die Forderung: Alle Pestizid-Mittel ohne aktuelle Risikobewertung durch die EU müssen in Deutschland sofort verboten werden. Langfristiges Ziel müsse eine pestizidfreie Landwirtschaft sein, so foodwatch. weiter lesen

Internationaler Weltbodentag am 5. Dezember

Fruchtbare Ackerböden sind die Grundlage für unser tägliches Brot und die Existenzgrundlage für landwirtschaftliche Betriebe. Doch leider geht unsere Gesellschaft rücksichtslos mit dieser unersetzlichen Ressource um. Böden werden zubetoniert und mit Schadstoffen vergiftet.

Bretten liegt im Kraichgau, der besonders fruchtbare Lößböden besitzt. Auch diese sind schädlichen Einflüssen ausgesetzt, wie zum Beispiel der flächenhaften Abschwemmung bei Starkregen.
Voraussetzung für diese Bodenschädigung sind die zum Teil steilen Hügel im Kraichgau, der Anbau von spät ein Blätterdach entwickelnden Feldfrüchten wie Mais und Rüben. Ohne schützende Blätter prallen die Regentropfen auf den unbedeckten Boden, reißen diesen auf, das abfließende Wasser spült die fruchtbare Erde ab und entwurzelt die noch kleinen Pflänzchen.

Der Bodenverlust bei einem Wolkenbruch kann mehr als 400 Tonnen Erde pro Hektar betragen. Durch den Klimawandel werden solche Ereignisse immer häufiger. Zwar versuchen die Landwirte mit schonender Bodenbearbeitung und dem Anbau von Zwischenfrüchten den Bodenabtrag zu verringern, trotzdem wird die Bodendecke von Jahr zu Jahr dünner. Bei Regenwetter sieht man an den braun gefärbten , Hochwasser führenden Bächen Salzach und Saalbach, wie der fruchtbare Boden unwiederbringlich ins Meer abtransportiert wird.
Zusätzlich werden unsere Ackerböden versiegelt. So sind allein auf der Gemarkung Bretten in den letzten Jahren mehr als 300 Hektar Ackerflächen für Wohn- und Gewerbeflächen und Straßenbau unter Beton und Asphalt verschwunden.

„Im Zuge der Fortschreibung des Regionalplanes sollen in den kommenden Jahren in den Gemeinden der Region Karlsruhe 20 000 Hektar landwirtschaft-licher Nutzflächen sogenannten Siedlungserweiterungsflächen zum Opfer fallen, davon allein 100 Hektar auf der Gemarkung Bretten“ , betont Hartmut Weinrebe vom BUND Regionalverband Mittlerer Oberrhein. Dies führt zum Verlust landwirtschaftlicher Erträge. Versiegelte Fläche werden sich bei jedem sonnigen Tag aufheizen und so den Klimawandel beschleunigen. Deshalb fordert der BUND seit Jahren keine Äcker und Wiesen mehr zu versiegeln.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes gehen jährlich weltweit etwa 10 Millionen Hektar Ackerfläche verloren. Auf einem Viertel der globalen Bodenfläche haben der Humusgehalt und damit die Erntemengen drastisch abgenommen.
Dabei sind fruchtbare Böden die Voraussetzung für eine sichere und ausreichende Nahrungsmittel-versorgung. Deshalb wurde der 5. Dezember von der Internationalen Bodenkundliche Union (IUSS) zum Weltbodentag erklärt. Damit wird seit 2002 jährlich weltweit ein Zeichen für die Bedeutung der unersetzlichen natürlichen Ressource Boden gesetzt.

Links zu Hochwasser / Erosion Ruit:

17.09.2019  Überschwemmungen als Folgen des Klimawandels
16.06.2016 Überschwemmung in Bretten Ortsteil Ruit 2016
20.06.2015 Hochwasser Juni 2015

UmweltBundesAmt: Weltweit gehen jährlich 10 Millionen Hektar Ackerfläche verloren

Buchtipp: DAS GIFT UND WIR

Die industrialisierte Landwirtschaft setzt weltweit Millionen Tonnen giftiger Pestizide ein.
Dadurch wird die globale Artenvielfalt geschädigt und ganze Ökosysteme in ihrer Funktion beeinträchtigt. Die Bestände von nützlichen Insekten wie Wildbienen, Fledermäuse und Vogelarten nehmen ab, Böden und Grundwasser sind mit diesen Umweltgiften belastet. Die menschliche Gesundheit wird in zunehmendem Maße beeinträchtigt.
Die Autoren zeigen die Gefährlichkeit der Pestizide auf. Sie berichten über erprobte Wege, wie die Weltbevölkerung auch ohne Pestizde ausreichend mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln versorgt werden kann. Weltweit gibt es immer mehr Länder, die zum Schutz von Mensch und Umwelt den Einsatz von Pestiziden verbieten.

Westend Verlag GmbH , Frankfurt/Main 2020
ISBN : 978-3-86489-294-3

INSEKTENATLAS

Winterschwebfliege
– Daten und Fakten über Nützlinge und Schädlinge in der Landwirtschaft –
Insekten sind weltweit massiv bedroht. Darunter auch unersetzliche Bestäuber wie Wildbienen, die uns reiche Ernten von Obst und Gemüse sichern. Eine über Jahrzehnte verfehlte Agrarpolitik mit großflächigen Monokulturen und Einsatz giftiger Pestizide hat zu einem dramatischen Rückgang dieser nützlichen Insekten geführt. Dabei ist gerade die Landwirtschaft auf sie angewiesen. Der INSEKTENATLAS zeigt die Ursachen und Zusammenhänge des Insektensterbens auf.

Manche Insekten können auch schädlich sein und zu Ernteverlusten führen. Dies wird durch die industrielle Landwirtschaft und den damit verbundenen Rückgang der Artenvielfalt verstärkt. So hat beispielsweise der Bestand der Schwebfliegenarten in Deutschland bereits um die Hälfte abgenommen. Nützlinge müssen geschont und gefördert werden. Auch können sich durch die globale Erwärmung Schadinsekten verstärkt ausbreiten und zu weiteren Ernteverlusten führen.
Der INSEKTENATLAS ist ein Kooperationsprojekt der Heinrich-Böll-Stiftung, dem Bund für Umwelt uns Naturschutz Deutschland (BUND) und LE MONDE Diplomatique.
Er ist hier als PDF-Datei erhältlich.

Jede zweite Wildbienenart bedroht!

Wissenschaftler der Universität München haben in einer aktuellen Studie nachgewiesen, dass von den über 500 Wildbienenarten in Deutschland mehr als die Hälfte in ihrem Bestand bedroht oder in manchen Regionen schon verschwunden sind. Wesentliche Ursache ist der Nahrungsmangel im Spätsommer, weil es zu dieser Zeit gerade auf landwirtschaftlich genutzten Flächen keine Blüten mehr gibt.
Allgemein scheint die Artenvielfalt von Bienen aufgrund der intensiven Landwirtschaft und des verstärkten Einsatzes von Pestiziden, die sich beide negativ auf Nahrungsquellen und Nistmöglichkeiten auswirken, rückläufig zu sein“, betont Prof. Susanne Renner von der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Wildbienen spielen eine unersetzliche Rolle bei der Bestäubung von Blütenpflanzen. So wird der wirtschaftliche Wert durch Bestäubung in Europa vom BUND auf über 14 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Beispielsweise gibt es ohne die Bestäubung durch Hummeln keine Tomaten.
Siehe unter : Verhungern im ländlichen Raum

„Wir haben es satt!“ – Demonstration zum Auftakt der „Grünen Woche“ in Berlin

Berlin Eine zukunftsfähige Agrarreform – das forderten zehntausende Teilnehmer bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration zum Auftakt der „Grünen Woche“ in Berlin. „Lautstark, bunt und entschlossen haben 35.000 Menschen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner einen unmissverständlichen Auftrag gegeben: Schluss mit der falschen Agrarpolitik“, erklärt „Wir haben es satt!“-

Die Großdemonstration richtete sich gegen die Agrarindustrie, nicht aber gegen Landwirte. Die konventionellen und Öko-Bauern demonstrierten auch im neunten Jahr im Schulterschluss mit Bäckern, Imkern, Köchen, Naturschützern und der Zivilgesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft.

“ Die europäische Agrarpolitik muss geändert werden. Nur wer Tiere artgerecht hält und unsere Umwelt schützt, soll in Zukunft Geld aus Brüssel bekommen“, fordert Hubert Weiger, Vorsitzender des BUND.
Zur Bildergalerie der Demo
„Der Agrarindustrie den Geldhahn abdrehen!“: 35.000 fordern von Ministerin Klöckner eine EU-Agrarreform für Bauern, Tiere und Umwelt

Insektensterben : Forscher fordern Maßnahmen

Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Wilfried Kretschmann fand im Stuttgarter Museum für Naturkunde ein internationales Insektenschutz-symposium statt, an dem auch Vertreter des BUND Bretten und Karlsruhe teilnahmen.
Insekten sind weltweit die artenreichste Tiergruppe und für die Funktion von Ökosystemen unerlässlich. Der dramatische Rückgang der Insekten hat in Mitteleuropa inzwischen alarmierende Ausmaße erreicht mit unabsehbaren ökonomischen und ökologischen Folgen. Wissenschaftler zeigten an neuesten Forschungsergebnissen die Ursachen für den dramatischen Rückgang der Insekten auf. Eine der Hauptursachen ist der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. So finden beispielsweise vergiftete Honigbienen nicht mehr zurück in ihren Bienenstock und werden anfälliger für Krankheiten. Nützlinge erkennen ihre Wirte nicht mehr, wodurch sich der Bestand der Schädlinge erhöht.
Zum Schutz der Insekten fordern die Wissenschaftler unter anderem Maßnahmen wie die Einschränkung des Pestizideinsatzes, die Extensivierung der Landwirtschaft sowie eine Erhöhung der Artenvielfalt durch Grünland. Für die Umsetzung dieser Maßnahmen ist, neben einer Forschungs- und Bildungsoffensive, eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure aus Politik, Industrie, Landwirtschaft, Naturschutz, Wissenschaft und Gesellschaft erforderlich.

Den „Neun-Punkte-Plan gegen das Insektensterben“ finden Sie hier –>9-Punkte Plan gegen das Insektensterben

Klimawandel im Kraichgau, Teil 1

Inzwischen gehören sie zu den regelmäßigen Meldungen im Fernsehen und in den Zeitungen:
Berichte über Stürme , Dürren und Überflutungen. Wirbelstürme wüten über den Karibischen Inseln und den USA, Flüsse wie Elbe und Oder überfluten immer öfter weite Landstriche, und tief gelegene Länder wie Bangladesch ertrinken durch den ansteigenden Meeresspiegel. Gewaltige Sachschäden, Verlust von Existenzgrundlagen und unzähligen Menschenleben sind bei diesen Naturkatastrophen zu beklagen. Dies sind die Folgen des Klimawandels, von denen auch wir im Kraichgau betroffen sind.

Erinnern Sie sich an den Sturm Lothar an Weihnachten 1999 und an die Hochwässer in den Jahren 2013, 2015 und 2016 in Bretten? Zum Glück kamen Menschen nicht zu Schaden, aber die Sachschäden waren hoch. Unwetter hat es zwar schon immer gegeben, aber ihre Häufigkeit und Heftigkeit hat zugenommen. Woran kann das liegen?

Die Atmosphäre enthält neben Sauerstoff und Stickstoff Spuren von sogenannten Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Methan. Diese verhindern, dass die eingestrahlte Sonnenenergie nicht mehr vollständig ins Weltall zurückgeworfen wird . Dadurch steigt die globale Temperatur der Luft an. Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf und damit mehr Energie aufnehmen. Dies führt zu heftigeren Stürmen und heftigeren Niederschlägen.
Höhere Temperaturen führen zu einer Verschiebung der Klimazonen und beeinträchtigen regionale Wetterabläufe, Wetterextreme nehmen zu. Dürreperioden und Starkniederschläge machen der Landwirtschaft immer mehr zu schaffen, die Ernteerträge werden unsicher.

Zu dieser Entwicklung hat der Mensch sein „gerüttelt Maß“ beigetragen. Seit der industriellen Revolution werden Kohle, Erdöl und Ergas zur Energiegewinnung verbrannt. Dabei werden zwangsläufig gewaltige Mengen Kohlendioxid freigesetzt, der Treibhauseffekt wird verstärkt und die Temperaturen steigen.

Auch im Kraichgau hat sich dieser Klimawandel längst bemerkbar gemacht: Schwülheiße Tropennächte im Hochsommer und milde Winter sind häufiger, Frühblüher entfalten schon im Herbst ihre Blüten, und wärmeliebende Insekten, die es bislang im Kraichgau nicht gab, sind heimisch geworden. Im Weinbau halten neue Rebsorten Einzug. Kulturpflanzen, die mehr Trockenheit vertragen, werden künftig auf den Äckern angebaut.

Schluss mit Pestiziden und der Vergiftung von Schmetterlingen!

Bereits ein Drittel aller Schmetterlingsarten Deutschlands stehen auf der Roten Liste!
Schuld daran sind die intensive Landwirtschaft, Überdüngung und Pestizide – vor allem Neonikotinoide, die unsere Schmetterlinge vergiften.
Unterstützen Sie zusammen mit dem BUND Bretten die Unterschriftenaktion von Dr. Robert Trusch zum Schutz von Schmetterlingen und anderen Insekten:
Schluss mit Pestiziden und der Vergiftung von Schmetterlingen!

Bevor die letzte Biene stirbt…

https://secure.avaaz.org/de/index.phpes sterben Milliarden von Bienen. In den USA gibt es jetzt schon nicht annähernd genug Honigbienen, um die Nutzpflanzen zu bestäuben. Und in Europa verlieren die Imker jedes Jahr mindestens 10 % ihrer Bienen.

Wir befinden uns inmitten einer Umweltkatastrophe, die uns alle bedroht. Denn ohne Bestäubung durch Bienen ist unsere gesamte Nahrungskette in Gefahr!

Wissenschaftler schlagen Alarm über Pestizide, die unsere Bienen vergiften. Sie sagen, dass wir auf unseren Nutzpflanzen viel mehr Insektengifte einsetzen, als nötig sind. Und genau wie bei Ölkonzernen und dem Klimawandel schlagen auch hier die großen Chemiefirmen, die Pestizide verkaufen, zurück: mit dubioser, unternehmensfinanzierter Forschung wird die Beweislage angezweifelt und Politikern eine Ausrede geboten, wichtige Entscheidungen hinauszuzögern.

Doch dieses Jahr könnten Europa, Kanada und die USA endlich hart gegen diese Gifte vorgehen — und Avaaz hat einen Plan geschmiedet, um das zu verwirklichen:

1. Die Pestizidforscher zu Whistleblowern machen, die vor Regierungsbeamten und Ministern aussagen können;
2. Dringende Studien durchführen, um zu zeigen, wie Nutzpflanzen auch ohne diese Gifte gedeihen;
3. Riesige öffentliche Kampagnen mit Verfechtern aus der Politik starten, um die Verbote durchzusetzen.

Wissenschaftliche Studien und weltweite öffentliche Kampagnen sind teuer. Womöglich ist Avaaz das einzige Crowdfunding-Modell der Welt, das schnell genug die nötigen Spenden aufbringen kann, um von Bürgern gestützte globale Studien zu finanzieren, die zeigen, wie wir auch ohne diese Gifte Landwirtschaft betreiben. Solche Studien können die befangene Forschung der großen Pharmakonzerne anfechten. Dies ist dringend notwendig und wenn wir es nicht schaffen, wer dann?
Tragen Sie jetzt mit einem Klick dazu bei — bevor die letzte Biene stirbt:

Eil-Aktion: So können wir Glyphosat doch noch stoppen!

Ein Schock: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat in Brüssel ein „Ja“ zu Glyphosat durchgedrückt. Das umstrittene Ackergift ist für weitere fünf Jahre in der EU erlaubt. Ist damit die Sache entschieden? Nein! Denn die deutsche Bundesregierung kann Unkrautvernichtungsmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat trotzdem auf nationaler Ebene verbieten. Das ist unsere Chance: Wir fordern ein Verbot von Glyphosat in Deutschland!
Vielleicht erging es Ihnen wie uns Anfang dieser Woche? Wir waren geschockt, als wir hörten, dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) in Brüssel für eine weitere Zulassung von Glyphosat gesorgt hat. Monatelang hatte es in der Bundesregierung Streit über das Thema gegeben, Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte sich immer strikt GEGEN Glyphosat ausgesprochen. Doch Agrarminister Schmidt hat in der entscheidenden Sitzung auf EU-Ebene trotzdem einfach für Deutschland mit „Ja” gestimmt. Damit war klar: Das Ackergift wird für weitere lange Jahre in Europa zugelassen. Christian Schmidt hat wissenschaftliche Studien ignoriert, die vor Schäden für Umwelt und Gesundheit durch Glyphosat warnen. Und der Minister hat nicht nur die vielen hunderttausend Menschen, die sich gegen Glyphosat ausgesprochen haben, vor den Kopf gestoßen. Er hat auch den Krach mit dem möglichen künftigen Koalitionspartner SPD in Kauf genommen.
Glyphosat-Protestaktion unterzeichnen!
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Bitte mitmachen, damit Jamaika Glyphosat verhindert

Kanzlerin Merkel könnte noch schnell das wahrscheinlich krebserregende Glyphosat durchwinken, bevor die Grünen mit am Kabinettstisch sitzen. Schon am Mittwoch geht es in Brüssel um die Zukunft des Ackergiftes.Stimmt Deutschland nicht mit Nein, landet Glyphosat für zehn weitere Jahre auf unseren Feldern. Dabei ist das Gutachten, mit dem die EU für die Zulassung wirbt, zu großen Teilen von Monsanto abgeschrieben.
Die Jamaika-Parteien könnten die Glyphosat-Zulassung verhindern. Gerade die Grünen müssen Merkel jetzt klarmachen: Eine Jamaika-Koalition gibt es nur mit einem Nein zu Glyphosat. Campact hat deshalb einen Eil-Appell gestartet, bitte unterzeichnen Sie hier
Heute hat die Ständige Kommission der EU (PAFF) wieder keine eindeutige Entscheidung getroffen, wie es mit der Zulassung für das Pestizid Glyphosat weitergehen soll. Der Vorschlag der EU-Kommission, die Zulassung um 5 Jahre zu verlängern, fand keine qualifizierte Mehrheit. Svenja Koch, Pressesprecherin von Campact, kommentiert:

“Wenn sich keine Mehrheit für die weitere Zulassung von Glyphosat findet, muss die Kommission endlich im Namen von Mensch und Umwelt handeln. Langsam wird es peinlich für Juncker. Für das Gift gibt es keine Zukunft. Also weg damit. Die deutsche Bundesregierung muss sich endlich auf ein Nein festlegen. Keine Gnadenfrist für eine Chemikalie, die das Artensterben beschleunigt und im Verdacht steht, Krebs auszulösen. Jetzt muss durch ein Verbot endlich der Innovationsschub in der Landwirtschaft ausgelöst werden, der solche Totalherbizide komplett ersetzt.“

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