Willkommen bei der BUND-Ortsgruppe Bretten!

  

Steckbrief: Scharbockskraut ( Ranunculus ficaria oder Ficaria verna)

Dieser Frühblüher aus der Familie der Hahnenfußgewächse, besitzt Vitamin C-haltige Blätter. Der Scharbock (Skorbut), an dem früher die Seefahrer fürchterlich litten, tritt bei Vitamin C Mangel auf. Aber Vorsicht: Diese Pflanze ist vor allem nach der Blütezeit giftig! Die herzförmigen und glänzenden Blätter sitzen an langen Blattstielen. Die sternförmigen, goldgelb glänzenden Blüten können mehr als fünf Zentimeter Durchmesser erreichen. Von März bis Mai werden sie von Insekten besucht.

Monsanto gegen unsere Gesundheit

https://secure.avaaz.org/de/index.phpdas weltweit am meisten genutzte Pflanzenschutzmittel ist wahrscheinlich krebserregend ― davor warnen führende Wissenschaftler gerade! Monsanto fordert nun, dass die Weltgesundheitsorganisation ihren bahnbrechenden Bericht widerruft, und könnte die Wissenschaft so zum Schweigen bringen. Doch Experten sagen, dass ein dringender Aufruf der Öffentlichkeit das verhindern kann.

Dass die agrochemische Industrie unser undurchschaubares Zulassungssystem fest im Griff hat, ist allgemein bekannt. Doch jetzt haben wir eine einmalige Chance: In der EU wird Glyphosat offiziell überprüft und auch in Kanada, Brasilien und den USA finden ähnliche Prozesse statt. Die Niederlande, Sri Lanka und El Salvador ziehen sogar ein Verbot in Erwägung.

Die Gefahr ist eindeutig — dieses Gift wird in unseren Lebensmitteln, auf unseren Feldern, Spielplätzen und Straßen eingesetzt. Sorgen wir dafür, dass es vom Markt genommen wird. Unterzeichnen Sie den dringenden Aufruf und berichten Sie allen davon:

https://secure.avaaz.org/de/monsanto_dont_silence_science_loc_eu/?btiSOab&v=57284
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Ein Paradies für Insekten

ist dieser mustergültige Vorgarten am Brettener Promenadenweg. Dieses Blütenmeer ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch eine wichtige Futterquelle für Wildbienen.

Steckbrief: Stinkende Nieswurz Helleborus foetidus

Dieser immergrüne Halbstrauch aus der Familie der Hahnenfußgewächse erreicht eine Wuchshöhe von etwa einem halben Meter. An holzigen Stielen sitzen die 7 bis 9 fach geteilten Blätter. Die glockenförmigen Blüten mit zum Teil rötlichem Rand, öffnen sich bereits im Spätwinter. Sie werden von Hummeln und Pelzbienen besucht. Aus den bestäubten Blüten entwickeln sich bis zu drei Zentimeter lange Balgfrüchte. Die Samen, die ein nahrhaftes Anhängsel (Elaiosom) besitzen, werden durch Ameisen verbreitet (Myrmekochorie). Der unangenehme Duft dieser Pflanze führte zu ihrem Namen (foetidus =stinkend ).

Landesweiter Naturerlebnis-Tag am 3.Mai

blühende Wiese auf dem RechbergStreuobstwiese auf dem RechbergDie BUND-Ortsgruppe Bretten lädt zu einer Frühlingswanderung ein. Diese etwa zweistündige Exkursion führt entlang von Streuobstwiesen und Feldhecken. Die Teilnehmer erfahren Wissenswertes über die ökologische Bedeutung und Schutzwürdigkeit dieser Lebensräume.
Die Veranstaltung findet bei gutem Wetter am Sonntag, den 3. Mai von 10 Uhr bis etwa 12 Uhr statt. Treffpunkt ist der eingeschotterte Parkplatz bei der Brettener Rechbergklinik.

Kurzmeldung

TodoEU-Umweltkommissar Karmenu Vella erklärte anlässlich der Veröffentlichung des Papiers: „Unsere Lebensqualität und unsere Zukunft hängen von den vielen Dienstleistungen ab, die uns die Natur gratis zur Verfügung stellt.“ Die Bestäubung sei eine davon; deshalb sei es sehr besorgniserregend, zu erfahren, dass sich einige der dafür wichtigsten Insekten in Gefahr befänden. „Wenn wir nicht die Gründe angehen, die hinter dem Rückgang der Wildbienen stehen, und schnell handeln, um den Schwund zu stoppen, können wir einen sehr großen Preis dafür bezahlen“, so der Kommissar. Er verwies auf Schätzungen, wonach die Bestäubung durch Bienen eine Agrarproduktion im Wert von 22 Mrd Euro allein in Europa ermögliche, und weltweit sogar von 153 Mrd Euro.

zum Artikel auf Schweizerbauer.ch

Arbeits- und erfolgreiches Jahr 2014

BUND EMBLEM-kleinBei der Mitgliederversammlung des BUND Bretten konnte die Ortsgruppe nach den obligatorischen Vereinsregularien auf das vergangene Jahr zurückblicken.

So war für die Teilnahme an der landesweiten Amphibien- und Reptilienkartierung neben Fachwissen ein großer Zeitaufwand erforderlich. Auf einer Fläche von hundert Quadratkilometern wurden alle Laichgewässer von Mitte Februar bis zum Schlüpfen der kleinen Lurche im Sommer mehrfach kontrolliert und fotografisch dokumentiert. Die vorkommenden Arten sowie ihre Populationsgrößen wurden an die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) weitergeleitet. Diese Aktion wird auch in 2015 weitergeführt.

Zum Schutz der wandernden Amphibien betreuten Mitglieder den Krötenzaun zwischen Bauerbach und Büchig. In vielen nächtlichen Einsätzen wurden die Lurche abgefangen und sicher über die Straße zum Laichgewässer gebracht. Das extrem regenarme Frühjahr führte zum raschen Austrocknen einiger Tümpel. Doch durch die unbürokratische Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren Bretten und Bauerbach, die mit Tanklöschfahrzeugen Wasser herbeischafften, konnte Schlimmeres verhindert werden. Nochmals herzlichen Dank an die Floriansjünger!
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Schmetterlinge schützen und zählen

Falter zählenIn Deutschland gibt es knapp 200 Tagfalterarten. Aus den Schmetterlingseiern schlüpfen die gefräßigen Raupen, welche oft auf ganz bestimmte Futterpflanzen angewiesen sind. Nach mehreren Häutungen verwandeln sich die Raupen zu Puppen. Nach der Puppenruhe schlüpfen die Falter.

Viele unserer Schmetterlinge sind vom Aussterben bedroht. Jeden Tag schrumpfen ihre Lebensräume durch Flächenversiegelung. Ihre Futterpflanzen fallen Unkrautvernichtungsmitteln zu Opfer. Raupen und Falter werden durch Insektizide vergiftet.

Wie viele der bekanntesten Tagfalterarten gibt es noch bei uns?
Beteiligen Sie sich an der Falterzählung des BUND. Teilen Sie uns ihre Schmetterlingsfunde im Hausgarten, Wiesen, Wälder und auf Spaziergängen mit. Gezählt werden kann jedes Jahr von 1. April bis 31. Oktober.


Unter diesem Link finden Sie weitere Informationen und Abbildungen von Faltern.
Hier finden Sie unser Online-Formular, mit dem Sie uns bitte Ihre Beobachtungen mitteilen, danke!

Steckbrief: Zaunrüben Sandbiene

Wildbiene des Jahres 2015 : Die Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea)
Diese Wildbienenart kommt nicht nur in der Oberrheinebene sondern auch bei uns im Kraichgau vor. Sie nistet im Sand- oder Lößboden. Zur Aufzucht ihrer Nachkommen ist sie auf den Blütenstaub der Zaunrübe (Bryonia dioica) angewiesen. Diese rankende Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse, findet man im Raum Bretten an Zäunen und Waldrändern.
Zum Flyer des Naturkunde-Museums Karlsruhe: Wildbiene des Jahres 2015

Hummeln – die sozialsten Wildbienen

Dunkle Erdhummel
Dunkle Erdhummel


Hummeln sind Wildbienen, die kleine Staaten bilden. Ihr dicker Pelz ermöglicht es ihnen, auch dann Blüten zu bestäuben, wenn es der Honigbiene noch zu kalt ist. Die Hummeln, die jetzt im Frühjahr fliegen, sind Königinnen auf der Suche nach einem geeigneten Nistplatz. In Deutschland leben über 30 Hummelarten. Etwa die Hälfte davon steht auf der Roten Liste der bedrohten Arten.

Lernen auch Sie unsere einheimischen Hummeln kennen!
Bestimmungsbogen: Häufige Hummelarten auf einen Blick

Steckbrief: Rotes Ordensband – Schmetterling der Jahres 2015

Rotes Ordensband
Rotes Ordensband
Unter den grau-braunen Vorderflügel liegen versteckt die schwarz-rot gebänderten Hinterflügel. Bei Gefahr werden die Vorderflügel blitzschnell nach vorne geschlagen und mit den roten Hinterflügel Feinde abgeschreckt. Diese nachtaktiven Schmetterlinge leben in Parkanlagen sowie in Au- und Bruchwäldern. Ihre Flugzeit erstreckt sich von Juli bis Oktober. Auch in der Brettener Innenstadt kann dieses stattliche Insekt gelegentlich angetroffen werden.

Zum Flyer Schmetterling des Jahres 2015

Steckbrief: Nutria (Myocastor coypus, Biberratte oder Sumpfbiber)

Die aus Südamerika stammenden Nagetiere, sind fast reine Vegetarier und sowohl tag- als auch nachtaktiv. Seit einigen Jahren sind sie an Brettener Bachläufen anzutreffen. Mit einem Körpergewicht von bis zu zehn Kilogramm und einer Körperlänge von über 60 Zentimeter, sind diese Pelztiere nicht zu übersehen. Auffällig ist ihr fast körperlanger, drehrunder, schuppiger Schwanz und die Schwimmhäute zwischen den Zehen der Hinterfüße. Die Weibchen dieser gesellig lebenden Tiere können dreimal im Jahr bis zu acht Junge zur Welt bringen.

Nutrias wurden vor allem wegen ihres Pelzes gezüchtet. Auch in Bretten gab es im letzten Jahrhundert eine Nutriazucht.

Unser Rüdtwald-Video