Diese Wiesenpflanze aus der Familie der Korbblütler bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige Böden. Die bis zu 70 cm hohe Pflanze blüht von Mai bis Juli. Die Zungenblüten sind gelb, die Staubblätter an der Spitze braun-violett. Die welken Zungenblüten ähneln einem Ziegenbart (Name). Die Früchte sind ähnlich wie beim Löwenzahn „Schirmchenflieger“ (Pustblume).
Rotmilan by Hansueli Krapf, via Wikimedia CommonsGemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit dem Bundesamt für Naturschutz
Mehr als die Hälfte aller weltweit vorkommenden Rotmilane brüten in Deutschland. Der Bestand geht jedoch seit Jahren zurück. Ein neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt soll durch praktische Maßnahmen und Beratung der Landwirtschaft die Brut- und Lebensbedingungen für die Greifvogelart verbessern.
„Bis 2020 soll die Population des Rotmilans wieder deutlich ansteigen. Dafür müssen wir ihm vor allem bessere Lebensbedingungen in der Agrarlandschaft bieten. Das neue Rotmilan-Projekt zielt daher auf Veränderungen bei der Förderung der Landwirtschaft ab. Die Landschaft soll wieder rotmilanfreundlicher werden. Das wird am Ende nicht nur den Greifvögeln helfen, sondern auch vielen anderen bedrohten Arten“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, bei der offiziellen Auftaktveranstaltung des Projekts in Magdeburg.
„Der Rotmilan ist eine rein europäische Art. Die hohe Brutvogelanzahl in Deutschland bedeutet eine besondere Verantwortung unseres Landes für deren Schutz und Förderung. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die entsprechenden ökologischen Strukturen erhalten bleiben, um auch den Rotmilan erhalten zu können“, sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel. weiter lesen
Die Mitglieder des BUND Bretten trafen sich am Dienstag 29.4.2014. Auf der Tagesordnung standen unter anderem Wahlen und ein Rückblick über die Tätigkeiten der BUND-Ortsgruppe.
Zu den Wahlen:
Einstimmig wiedergewählt wurde die Vorstandschaft der BUND-Ortsgruppe Bretten. Wie bisher werden:
Erstmals konnte nun ein Forscherteam um den Oldenburger Biologen Prof. Dr. Henrik Mouritsen nachweisen: Der Magnetkompass von Rotkehlchen versagt komplett, sobald elektromagnetische Störungen im Mittelwellenbereich auf die Vögel einwirken.
Elektrosmog hat unterhalb bestimmter Grenzwerte keine Auswirkungen auf biologische Prozesse oder gar auf die menschliche Gesundheit – das galt bisher als Stand der Wissenschaft. Erstmals konnte nun ein Forscherteam um Prof. Dr. Henrik Mouritsen, Biologe und Lichtenberg-Professor an der Universität Oldenburg, nachweisen: Der Magnetkompass von Rotkehlchen versagt komplett, sobald elektromagnetische Störungen im Mittelwellenbereich auf die Vögel einwirken – selbst wenn die Signale nur ein Tausendstel des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als unbedenklich eingestuften Grenzwerts betragen. Zur Veröffentlichung der Universität Oldenburg
Die wochenlange Trockenheit im Frühjahr 2014 hat den Wasserspiegel vieler Laichgewässer in der Umgebung von Bretten dramatisch sinken lassen. Abgelegter Amphibienlaich drohte zu vertrocknen. So waren beispielsweise in einem Dürrenbüchiger Abflussgraben die Laichballen vom Grasfrosch schon nach wenigen Tagen nicht mehr von Wasser bedeckt (Foto). Aber zum Glück hat Elke Schäfer vom BUND-Bretten schnell gehandelt. Sie brachte den Laich in tiefere Wasserbereiche und verringerte den Wasserabfluss. Inzwischen haben sich mehrere tausend Kaulquappen prächtig entwickelt. Schon in den nächsten Tagen werden sie sich zu kleinen Grasfröschen verwandeln und den Wassergraben verlassen. Damit konnte der Bestand an Grasfröschen für ein weiteres Jahr gesichert werden.
Von diesem giftigen (!) Spargelgewächs gibt es mehrer schwer unterscheidbare Arten. Diese Pflanze, die im Frühjahr aus Zwiebeln austreibt,wird bis zu 30 cm hoch. Die Blätter sind schmal (2-6 mm) und besitzen einen weißen Mittelstreifen. Nach der Blütezeit sterben sie ab. Die sechs Blütenblätter sind weiß. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten ( Wildbienen). Die ölhaltigen Samen werden durch Ameisen verbreitet.
Trotz der üppigen Obstblüte finden viele Insekten in der Region zu wenig Nahrung. Verschärft wird das Problem durch das jüngste Bienensterben, das Spritzmittel ausgelöst haben. Am Osterwochenende hat das im Renchtal rund 60 Völkern das Leben gekostet. Auch akkurat gemähte Rasen und nektararme Blumen gefährden die Bienen, denn es fehlen die wichtigen Blühpflanzen. Imker fordern ein grundlegendes Umdenken und sehen Kommunen in der Pflicht, für Blühstreifen an Feldern und Straßen zu sorgen. Zum Videobeitrag des SWR
Jetzt sind sie wieder aus ihrem Winterquartier südlich des Äquators zurück. Über den Dächern von Bretten hört man jetzt bis Mitte August das laute „Srii , Srii “ dieser schwalbenähnlichen Zugvögel.
Mit langen, sichelförmig gebogenen Flügeln und kurzem, gegabeltem Schwanz, sausen diese Vögel laut kreischend mit bis zu 200 km/h durch die Luft. Mit Ausnahme der Brutzeit verbringen sie ihr Leben in der Luft. Sie schlafen sogar während des Fluges. Mauersegler brüten bevorzugt in hohen Gebäuden. Dort nützen sie Hohlräume unter Dächern oder Rolladenkästen. Die Nahrung, die sie im Flug erbeuten, besteht aus in der Luft schwebenden und fliegenden Spinnen und Insekten (Luftplankton).
Bei kaltem und regnerischem Wetter herrscht Nahrungsmangel. Damit die Nestlinge nicht verhungern, senken diese ihre Körpertemperatur, Herzschlag und Atmung werden langsamer. So können sie bis zu zwei Wochen ohne Nahrung auskommen. Schon Mitte August ziehen die Jungvögel mit Ihren Eltern ins ferne Afrika.
Weitere Informationen bei der Deutschen Gesellschaft für Mauersegler e.V.
Dieser bis zu drei Zentimeter große, flugunfähige Käfer ist in Bretten und Umgebung gelegentlich anzutreffen. Auffällig sind die „geknieten“ Fühler der Männchen (Foto). Im Frühjahr legen die Weibchen portionsweise mehrere Tausend Eier in den Boden. Die winzigen Larven klettern auf Blüten. Von dort lassen sie sich von Wildbienen ( Pelz- und Sandbienen) in deren Nester tragen. Zuerst fressen sie das Ei ihres Wirtes, um anschließend die Nektar- und Pollenvorräte zu verspeisen. Nach mehreren Entwicklungsstadien verpuppen sich die Larven. Im nächsten Frühjahr schlüpfen dann die fertigen Käfer. Um Feinde abzuschrecken, können Ölkäfer aus ihren Gelenken giftige Körperflüssigkeit austreten lassen. Der Schutz der Wildbienen dient auch zur Erhaltung der Ölkäfer! Schwarzblauer Ölkäfer (Meloe proscarabaeus)
Bei den mehr als hundert Hohlraum bewohnenden einheimischen Wildbienenarten herrscht offensichtlich große Wohnungsnot. So ist es nicht verwunderlich, wenn selbst die Schraubenlöcher eines Häckslers zur Anlage von Brutzellen genutzt werden (Fotos). Ein aufmerksames Mitglied des BUND Bretten hat diese „Plastik-Wohnung“ entdeckt. Normalerweise nutzen diese Wildbienenarten natürliche Hohlräume in Holz oder Mauerritzen. Dies zeigt wie notwendig das Wildbienenschutzprojekt von Melanchthon-Gymnasium und BUND ist. Um die Wohnungsnot zu lindern haben Schüler inzwischen hunderte von Nistklötzen für Brettener Gärten angefertigt.
Wildbienen-Nisthöhlen in Plastikverkleidung eines Häckslers
Wildbienen-Nisthöhlen in Plastikverkleidung eines Häckslers
Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN)
Die Deutschen mögen Wildnis, sind für naturnahe Wälder und Flussauen und sie lehnen Gentechnik in der Natur ab. Das sind einige Ergebnisse der neuen Naturbewusstseinsstudie, die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, Beate Jessel, heute in Bonn vorgestellt haben. Bundesumweltministerin Hendricks:
„Wilde Natur ist nicht nur für Tiere und Pflanzen unverzichtbar, sondern auch für uns Menschen. Die Deutschen sind Naturliebhaber. Das gibt uns Rückenwind für unsere Ziele, der Natur wieder mehr Flächen zurückzugeben. Die Studie zeigt auch, wie wichtig den Menschen natürliche Flussauen, Wiesen und Weiden sind. Das ist ein Grund mehr, sich für diese wichtigen Lebensräume einzusetzen, die uns neben ihrer Schönheit auch viele andere Vorteile bringen wie sauberes Wasser, Artenvielfalt oder Klimaschutz. Was die Deutschen zu Recht nicht wollen, sind gentechnisch veränderte Pflanzen.“
Dieser Kleinschmetterling wurde aus Ostasien eingeschleppt und hat sich in den letzten Jahren auch im Raum Bretten rasant ausgebreitet. Die gefräßigen Raupen erzeugen Fäden, mit denen sie die Buchsbaumblätter verkleben. In diesen Gespinsten findet die Verpuppung statt. Nach dem Schlüpfen paaren sich die Falter. Die Weibchen legen dann ihre Eier an Buchsbäume ab. Abhängig vom Witterungsverlauf können drei Generationen im Jahr schlüpfen. Die Buchsbäume sterben ab. Eine wirkungsvolle Bekämpfung ist auf Dauer fast aussichtlos.